VW, Audi und Porsche im September weiter auf Talfahrt
Lieferengpässe bremsen die Produktion aus. Audi verbucht im September ein besonders kräftiges Minus. Aufs Jahr gerechnet bleibt allerdings noch ein Zuwachs. Der Anteil der E-Mobilität steigt kräftig.

Der Fahrzeugverkauf des Volkswagen-Konzerns ist auch im September verglichen mit dem Vorjahresmonat spürbar gesunken. Über alle Marken lieferten die Wolfsburger weltweit 626.200 Fahrzeuge aus - fast ein Drittel weniger als im gleichen Monat 2020.
40 Prozent weniger Audis vom Band gelaufen
Die Marke VW lag dabei mit minus 31,6 Prozent im Konzern-Schnitt. Deutlich schlechter steht Audi da. Nur 102.000 Fahrzeuge mit den vier Ringen konnten ausgeliefert werden, 40 Prozent weniger als im Vorjahr und 17 Prozent weniger als im August 2021.
Etwas besser hält sich da Porsche, die 20 Prozent unter dem Vorjahresabsatz liegen. Verantwortlich für die Rückgänge sind vor allem Lieferengpässe bei Halbleiterchips, die bei allen Autoherstellern zu Schichtausfällen führen.
Vorjahresabsatz bei der VW-Kernmarke kaum zu halten
Laut der am Freitag veröffentlichten Statistik liegt Europas größte Autogruppe aufs Jahr gerechnet aber noch im Plus. Bis zum Ende des dritten Quartals erhielten die Kunden knapp 7 Millionen Wagen, eine Steigerung um 6,9 Prozent. Audi liegt aufs Jahr gerechnet sogar noch 13,5 Prozent, Porsche 13,4 Prozent über den Vorjahreszahlen. Die Kernmarke VW ist noch mit gut drei Prozent im Plus, dürfte angesichts der Versorgungslage im Gesamtjahr also ins Minus rutschen.
Als großen Erfolg verbucht Volkswagen allerdings das Verkaufsplus bei seinen E-Modellen. Im Gesamtkonzern liegt der Anteil der batterieelektrischen Fahrzeuge inzwischen bei sechs Prozent. 2021 steigerte sich die Zahl der ausgelieferten Stromer um 138 Prozent auf 293.000 Exemplare. Ähnlich groß war der Zuwachs bei den Plug-in-Hybriden, von denen 246.000 ausgeliefert wurden.
Viele Stromer unterwegs
In Europa ist der VW-Konzern mit einem Anteil von 26 Prozent Marktführer bei batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs). Von Januar bis September wurden bei der Kernmarke 167.800 BEVs an Kunden übergeben. Danach folgten die Marken Audi mit 52.800 Fahrzeugen und Porsche mit 28.600 Fahrzeugen.
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