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Unternehmen planen Homeoffice und strenge Kontrollen

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Wie große Unternehmen aus der Region die ab Mittwoch geltende 3G-Regel am Arbeitsplatz umsetzen wollen. Die Arbeitgeber rufen Beschäftigte auf, sich impfen zu lassen.

Wo immer Homeoffice möglich ist, muss es auch umgesetzt werden. Die Schwarz-Gruppe macht das konsequent.
 Foto: dpa
Wo immer Homeoffice möglich ist, muss es auch umgesetzt werden. Die Schwarz-Gruppe macht das konsequent. Foto: dpa  Foto: Fabian Strauch

Ab diesem Mittwoch müssen die Unternehmen in Deutschland sicherstellen, dass nur noch Geimpfte, Genesene oder täglich Getestete am Arbeitsplatz erscheinen. Bei einer Umfrage unserer Zeitung wird deutlich, dass dies keine einfache Umstellung wird.

Schwarz-Gruppe schickt die Mitarbeiter ins Homeoffice

Die Schwarz-Gruppe schaltet an diesem Mittwoch auch in den letzten Standorten auf Notbetrieb um. Das bestätigt Gerd Wolf, Marketingleiter der Gruppe. "Nur noch die für den Geschäftsbetrieb unbedingt Notwendigen sind im Betrieb", berichtet er - er selbst arbeitet bereits von zu Hause aus. Zeitweilig hatte die Gruppe an den Verwaltungsstandorten der Zentralen Dienste sowie von Lidl, Kaufland, Prezero und Schwarz IT wieder 30 bis 40 Prozent der Belegschaft zurück in die Büros gelassen.


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Einzelne Sparten, insbesondere aus der IT, gingen nun schon früher wieder komplett ins Homeoffice, wie mehrere Quellen bestätigen. "Wir schließen ab Montag unsere Außenstandorte, um einen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten", heißt es in einer Mail, die unserer Redaktion vorliegt. Für Ausnahmen müssen demnach Mitarbeiter ein Freigabeticket beantragen. Inzwischen gibt es auch eine generelle Anweisung der Unternehmensspitze.

Audi arbeitet mit elektronischem Zugang zum Werk

Für den zweitgrößten Arbeitgeber in der Region, Audi in Neckarsulm, ist 3G bei rund 15 700 Mitarbeitern eine logistische Herausforderung. Der Autobauer will seinen Angestellten den Zugang zum Werksgelände voraussichtlich ab Donnerstag elektronisch über den Werksausweis ermöglichen. Bis alle Ausweise entsprechend codiert seien, werde es, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte, in einer kurzen Übergangsphase, eine manuelle Überprüfung durch den Werkschutz geben, heißt es im Intranet des Unternehmens. Dort hat Personalvorständin Sabine Maaßen noch einmal einen Appell an die Mannschaft gerichtet: "Lassen Sie sich testen und nutzen Sie unsere Angebote zur Impfung, die sowohl in Ingolstadt als auch in Neckarsulm anbieten."


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Bei Würth will man die 3G-Regel so schnell wie möglich umsetzen

Bei Würth in Künzelsau müssen sich bisher alle Mitarbeiter, auch geimpfte und genesene, zweimal pro Woche testen. Die Selbsttests stellt das Unternehmen zur Verfügung. Die Änderungen, die sich ab diesem Mittwoch ergeben, würden selbstverständlich so schnell wie möglich umgesetzt, "auch wenn das über Nacht eine echte Herkulesaufgabe ist", wie Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, erklärt. "Aber wir bekommen das hin. Wir alle verfolgen ein Interesse: Die Eindämmung der rasanten Ausbreitung des Coronavirus."

Kreissparkasse übernimmt keine Kosten für weitere Tests

Bei der Kreissparkasse Heilbronn müssen ab heute Geimpfte und Genesene den entsprechenden Nachweis einmal vorlegen. "Danach sind jene Beschäftigte berechtigt, die Kreissparkasse ohne weitere Kontrollen zu betreten", teilt das Unternehmen mit. Ungeimpfte Mitarbeiter müssen vor oder bei Betreten der Kreissparkasse ihren aktuellen Testnachweis vorlegen. Dieser wird kontrolliert und dokumentiert. Als Nachweis können sowohl PCR-Tests als auch offiziell bescheinigte Schnelltests verwendet werden. Die Sparkasse bietet keine Selbsttests unter Aufsicht vor Ort an und übernimmt auch keine Kosten für die Tests. Die gesetzlich vorgeschriebenen zwei Selbstests pro Woche stellt das Unternehmen den Mitarbeitern weiterhin zur Verfügung. Da diese nicht unter Aufsicht stattfinden, berechtigen sie nicht zum Zutritt der Kreissparkasse, betont das Institut.


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Arbeitgebervertreter Vollert findet Impfpflicht ehrlicher

Hans-Jörg Vollert, Vorsitzender des Arbeitgeberverbands Südwestmetall in der Region und Chef des Anlagenbauers Vollert in Weinsberg, versucht, "es praktikabel umzusetzen". Die digitale Übermittlung der Zertifikate sei möglich. Vermeiden möchte er, dass dabei auch gefälschte Nachweise "von irgendwelchen Internetseiten" akzeptiert werden. "Viele laden natürlich ihren Frust beim Arbeitgeber ab", sagt Vollert. Ob es eine Impfpflicht geben soll, müsse die Politik entscheiden, findet er. "Aber ehrlicher wäre es vielleicht."

Ähnlich äußert sich der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm, Michael Unser. "Ein Stück weit unehrlich" findet er es, die Leute "so lange zu piesacken", bis sie sich impfen lassen. "Aber grundsätzlich können wir mit 3G leben. Uns bleibt derzeit nichts anderes, als fürs Impfen zu werben." Aber das bleibe ein Appell. Er selbst sei geimpft, werde sich jetzt auch die Auffrischung holen.

 

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