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Burning Man am Neckar - Was hat die Coding-Schule 42 geplant?

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Das Burning Man Festival als Inspiration: Schule 42 und KI-Verband veranstalten ein Festival rund um das Thema Künstliche Intelligenz.

Beim KI-Festival − oder auch "AI FSTVL" − geht es nicht um die brennende Figur wie hier beim Burning Man Festival in Nevada. Doch der Spirit soll der gleiche sein, hoffen die Initiatoren.      
Archiv/dpa
Beim KI-Festival − oder auch "AI FSTVL" − geht es nicht um die brennende Figur wie hier beim Burning Man Festival in Nevada. Doch der Spirit soll der gleiche sein, hoffen die Initiatoren. Archiv/dpa  Foto: dpa Barbara Munker

Ganz so groß und spektakulär wie in Nevada kann es nicht werden. Wenn dort im Sommer wieder Zigtausende in die Wüste pilgern, geht es um Selbstverwirklichung und Kunst, um das Verrücktsein an sich und natürlich um das Pflegen einer besonderen Gemeinschaft.

Trotzdem kamen Thomas Bornheim genau diese Ideen in den Sinn, als er gemeinsam mit KI-Experte und Startup-Gründer Sven Körner ein Festival rund um das Thema Künstliche Intelligenz plante. Irgendwann, erinnert sich der Geschäftsführer der Coding-Schule 42, habe er gesagt: "Wir machen ein Burning Man am Neckar."


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Die richtigen Leute für ein verrücktes Festival

Sein Mitstreiter war Feuer und Flamme. Sven Körner hat als Musiker in mehreren Bands Erfahrung mit großen Veranstaltungen. Als Vorstandsmitglied im KI-Bundesverband hat er zudem die Kontakte in die Szene. Gemeinsam setzten sie also alle Hebel in Bewegung und bekamen viel Unterstützung für ihr Konzept.

Das sieht - etwas verkürzt - so aus: "Es gibt keine Vorgaben, es muss nur cool sein", sagt Körner. Damit wird der Zukunftspark Wohlgelegen in Heilbronn vom 15. bis 17. Juli zur Festmeile. Unterstützt wird das Projekt auch von der Dieter-Schwarz Stiftung. Auch sie will den offenen und kreativen Geist fördern, der im geplanten KI-Innovationspark einen Ort finden wird.

Den Programmierern über die Schulter schauen 

Gründer, Studenten, Unternehmer sind willkommen, aber eben auch die Siebenjährige und ihr Großvater, die sich für das Thema interessieren. Sie sollen eintauchen können in eine Welt, die sonst so schwer zu (be-)greifen ist.

"Wir wollen, dass in den drei Tagen etwas entsteht", sagt Bornheim - und das ist nicht nur im übertragenen Sinn gemeint. "Wir wollen, dass die Leute da in einem Maker Space konkret KI-Lösungen entwickeln." 72 Stunden Zeit stehen zur Verfügung.

Zudem geht es um Kunst und Kultur. Bornheim hatte schon mit dem KI-Salon - im Team mit der HHN und der experimenta - ein gemeinsames Format entwickelt, das Künstliche Intelligenz in Ethik, Kunst und Kultur erlebbar macht. Jetzt soll es noch eine Stufe weitergehen. Kreatives Coden, grafische Kunst, Musiker spielen gemeinsam mit einer Musik-KI. Körner und Bornheim verbinden damit alles, was sie auch persönlich interessiert.


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Der fachliche Austausch soll nicht zu kurz kommen

Mit dabei sind rund 30 KI-Unternehmen, die wie in einer Art Hausmesse mit etablierten Mittelständlern zusammenkommen können. Zugesagt haben schon einige der etwa 40 Unternehmen aus ganz Deutschland, die Praktikumsplätze für die Studenten der 42 anbieten und damit bereits einen Bezug zum Thema haben. Sogar aus Israel gibt es Interesse. In Paneldiskussionen kommt auch der fachliche Austausch nicht zu kurz.

Stattfinden wird das Festival zum Teil im WTZ-Turm, aber auch auf dem Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen im Zukunftspark Wohlgelegen, auf einem offenen Festgelände samt Bühne neben dem zur Bundesgartenschau 2019 bereits genutzten Buga Beach. Auch wenn dort dieses Jahr womöglich noch keine überdimensionale Puppe brennt: Es soll eine große Sommerparty werden. Bornheim: "Wir wollen die Leute für KI begeistern."


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