Tablets für alle: 24 Heilbronner Schulen wollen zu Beginn dabei sein
Die Stadt Heilbronn und Dieter-Schwarz-Stiftung finanzieren die Tablet-Ausstattung mit einem zweistelligen Millionenbetrag. So ist der Zeitplan der nächsten Wochen.

Heilbronn spricht von einer "Digitalen Bildungsoffensive", und danach sieht es tatsächlich aus: Mit finanzieller Unterstützung der Dieter-Schwarz-Stiftung können alle Schüler und Lehrer digitale Tablets erhalten. Zu den Voraussetzungen gehört ein Konzept, wie die Geräte genutzt werden. Kürzlich endete eine erste Bewerbungsfrist, zahlreiche Schulen wollen dabei sein.
24 von 35 Schulen in städtischer Trägerschaft haben sich beworben. "Einige Schulen haben bereits im Vorfeld geäußert, erst in der nächsten Charge dabei sein zu wollen", so Karin Schüttler, die im Rathaus das Schul-, Kultur- und Sportamt leitet. "Da wir keinen Konkurrenzkampf unter den Schulen erzeugen wollen und uns ein gutes medienpädagogisches Konzept der Schulen viel wichtiger ist als eine schnelle Ausstattung mit Endgeräten, werden wir in Absprache mit der geschäftsführenden Schulleiterin Melanie Haußmann zum jetzigen Zeitpunkt keine Schulen nennen."
Tablets für alle: Schulen bekommen Hilfe, um ein pädagogisches Konzept zu erstellen
Der Großteil der Grundschulen wird laut Karin Schüttler im ersten Quartal 2024 durch die Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM) dabei unterstützt, ein solches pädagogisches Konzept zu entwickeln. Seminare seien speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Grundschulen ausgerichtet. "Somit gibt es folgerichtig aktuell nur wenig Anträge von reinen Grundschulen." Ansonsten seien alle Schularten unter den Antragstellern vertreten. Die Schulen haben nach Angaben von Karin Schüttler die Auswahl zwischen Tablets, Notebooks und Surfaces.
Zur digitalen Bildungsoffensive gehört es, dass Schulen von Anfang an für alle Kinder die Geräte bestellen können - oder erst nur für einen Teil. So sieht es auch bei der aktuellen Bewerbung aus: "Ein Teil der Schulen hat eine Eins-zu-Eins-Ausstattung beantragt, ein Teil sieht eine sukzessive Ausstattung vor", so Amtsleiterin Karin Schüttler. Die Anträge seien noch nicht geprüft, das folgt im Januar. "Wir gehen aktuell von 5000 bis 7000 Endgeräten in der ersten Antragsrunde aus." Die Anträge würden an festgelegten Kriterien geprüft: Dazu gehören unter anderem "ein tragfähiges Nutzungs- und Fortbildungskonzept", bereits bestehende Strukturen an der Schule oder eine breite Zustimmung der Lehrkräfte und soziale Kriterien. Nach der Priorisierung erfolge die Ausschreibung. "Wir gehen davon aus, dass die ersten Geräte im Frühjahr 2024 ausgeliefert werden können."
Heilbronner Delegation besucht gut ausgestattete Grund- und Gemeinschaftsschule
Die Heilbronner Schulen stellen zwar eigene Konzepte auf, wie sie die Geräte verwenden wollen. Dennoch schaut sich eine Heilbronner Delegation Anfang 2024 eine Schule an, die bei der Digitalisierung und der Ausstattung für viele als Vorbild gilt: die Grund- und Gemeinschaftsschule in Wutöschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis). Zur Gruppe gehören Vertreter aus dem Rathaus, der Dieter-Schwarz-Stiftung und von Schulen. Gesprochen wird dem Vernehmen nach über eine mögliche Zusammenarbeit im Rahmen der Digitalen Bildungsoffensive.
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