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Abitur: Im Kraichgau kommt es im Fach Wirtschaft zur Panne

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Das Hartmanni-Gymnasium in Eppingen hat zu viele Aufgaben ausgegeben. Das Kultusministerium prüft, ob die Jugendlichen erneut zur Prüfung müssen.

Ein Schild mit der Aufschrift «Abitur - Bitte Ruhe!» hängt im Gang eines Gymnasiums.
Ein Schild mit der Aufschrift «Abitur - Bitte Ruhe!» hängt im Gang eines Gymnasiums.  Foto: Thomas Warnack/dpa/Symbolbild

Abiturienten des Eppinger Hartmanni-Gymnasiums müssen vielleicht kommende Woche zum zweiten Mal eine Prüfung  im Fach Wirtschaft schreiben. Es ist zu einer Panne beim ersten Termin gekommen. Entsprechende Informationen der Heilbronner Stimme hat das Kultusministerium in Stuttgart bestätigt.

Die Wiederholung hätte Folgen für die Jugendlichen: Sollten sie tatsächlich wieder antreten müssen, können sie nicht wie geplant mit ihrem Jahrgang nach Berlin fahren. Dorthin sollte es dieses Wochenende gehen, nach Abschluss der schriftlichen Prüfungen.

 


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Im Land ist es laut Kultusministerium zu keiner weiteren Panne gekommen

Die Panne in Eppingen ist derzeit die einzige in ganz Baden-Württemberg. Nach Angaben eines Sprechers des Ministeriums sind landesweit keine anderen Vorfälle beim Abitur bekannt. Wie es fürs Hartmanni-Gymnasium weitergeht, ist für Stuttgart offen. „Der Fall in Eppingen wird aktuell noch im Kultusministerium geprüft, eine finale Entscheidung ist noch nicht getroffen.“

Die Schule hätte nur zwei Aufgaben verteilen dürfen

Am Prüfungstag müssen Verantwortliche an den Gymnasien bei den Aufgaben eine Vorauswahl treffen. Zwei werden den Jugendlichen präsentiert. Sie entscheiden sich dann für eine Aufgabe. Das war unseren Informationen nach in Eppingen beim Fach Wirtschaft nicht der Fall, den Abiturienten wurden versehentlich vier Aufgaben vorgelegt, aus denen sie eine auswählten.
Hartmanni-Gymnasiasten wunderten sich zwar, fingen trotzdem mit den schriftlichen Arbeiten an. „Man wagt es nicht, es infrage zu stellen“, berichtet ein Gymnasiast. Komisch sei es dem Kurs dennoch vorgekommen, im Anschluss an die Prüfung hätten sie sich darüber unterhalten.

 


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Die Jugendlichen sind enttäuscht

Die Jugendlichen hängen in der Luft. Dürfen sie wie geplant nach Berlin oder doch nicht? Sie rechnen damit, im Kraichgau bleiben zu müssen. Jetzt sei die Enttäuschung groß, bringt es der Abiturient auf den Punkt. Wegen Corona sei so viel ausgefallen: Die übliche Fahrt nach London konnte nicht stattfinden, Theateraufführungen mussten gestrichen werden. Auf Berlin freuten sich alle. Schulleiter Ulrich Müller hofft, dass das Ministerium so entscheide, wie man es sich wünsche.

Der Fall liegt zwar beim Kultusministerium. Allerdings: Für Gymnasien in der Region ist das Regierungspräsidium in Stuttgart zuständig. Wie unter Gymnasien zu hören ist, gilt der dort zuständige Jurist als eine Person, die im Sinne der Jugendlichen entscheide.


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