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Zusatzzeit wegen Corona wurde von den Deutsch-Abiturienten kaum gebraucht

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47.400 Schüler im Land haben am Mittwoch die erste Massenprüfung im Fach Deutsch für das Abitur geschrieben. Wie es gelaufen ist.

Mit dem Fach Deutsch stand am  die erste Massenprüfung für das Abitur 2022 auf dem Terminplan. Die meisten Prüflinge kamen mit den Aufgaben . April und der Zeit gut zurecht.
Foto: Mario Berger
Mit dem Fach Deutsch stand am die erste Massenprüfung für das Abitur 2022 auf dem Terminplan. Die meisten Prüflinge kamen mit den Aufgaben . April und der Zeit gut zurecht. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Mittwochmittag. Die Uhr hat noch keine 13 Uhr geschlagen, da stehen an der Bushaltestelle vor dem Wirtschaftsgymnasium in Öhringen schon Celina Feo (18) und Bennet Schröder-Son (19). Beide sind ein bisschen erschöpft, vor allem aber erleichtert: Das Deutsch-Abi ist geschrieben. Jetzt kommt noch Mathematik.

"Horror", lacht Celina und wünscht sich "wenigstens fünf Punkte". "Das kann ich", bleibt Bennet entspannt. Kein Wunder, dass er sich als Studienfach Wirtschaftsmathematik ausgesucht hat. Bis aber auch Mathematik eingetütet ist, gehen noch einige Tage ins Land. Ihr Profilfach Wirtschaft haben die beiden Schüler aus Öhringen aber auch schon hinter sich.


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Lief ganz gut

"Gar nicht so schlecht" lief Deutsch für Celina. "Es war eigentlich sogar echt gut", sagt sie. Alles sei gut machbar gewesen. Sie hat die Textinterpretation genommen, sich über das Leben und den Tod Gedanken gemacht. "Das war von Anfang an klar", hat sie die Literaturaufgaben zu "Faust", "Steppenwolf" und dem "Goldenen Topf" nicht einmal durchgelesen.

Bennet hat sich das ebenfalls gespart. Auch für ihn war von vorneherein klar: Es wird das Essay. "Ein bisschen freier zu schreiben liegt mir." Thema waren Privilegien. Drei der fünf vorliegenden Texte mussten zum Dossier verarbeitet werden. Beide haben in der ersten Tranche abgegeben. Gegen 12.20 Uhr. Auch wenn sie wegen Corona mehr Zeit zur Verfügung gehabt hätten. "Aber wir waren einfach fertig", erklären sie ihren Verzicht auf die reguläre Schlusszeit um 14 Uhr.


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War einfacher als gedacht

"Es war einfacher als gedacht", urteilt Celina Feo über die Deutsch-Prüfung. Sie vermutet, dass bei der Aufgabenstellung Rücksicht auf die Corona-Zeit genommen wurde. "Es war alles echt machbar", sagt sie. "Was wir im Unterricht gemacht haben, das war schwerer", ergänzt Bennet Schröder-Son.

Ein kurzer Blick zurück auf das Deutsch-Abitur. Vor allem aber richten Bennet Schröder-Son und Celina Feo den Blick nach vorne auf das, was kommt.
Foto: Tscherwitschke
Ein kurzer Blick zurück auf das Deutsch-Abitur. Vor allem aber richten Bennet Schröder-Son und Celina Feo den Blick nach vorne auf das, was kommt. Foto: Tscherwitschke  Foto: Tscherwitschke, Yvonne

Am Montag haben die schriftlichen Abiturprüfungen begonnen. Am Mittwoch waren erstmals die allermeisten der 47 400 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien Baden-Württembergs gleichzeitig involviert: Die Klausuren im Hauptfach Deutsch standen an: zum dritten Mal unter besonderen Corona-Bedingungen. An den allgemeinbildenden Gymnasien sind es dieses Jahr im Landkreis Heilbronn 719 Abiturienten, in Heilbronn 443 und im Hohenlohekreis 226. An den beruflichen Gymnasien sind es im Stadt- und Landkreis Heilbronn 498 Prüflinge und im Hohenlohekreis 250. Zwar entfiel kurzfristig die Maßgabe, getestete und ungetestete Abiturienten in unterschiedlichen Räumen zu beaufsichtigen.


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Bonuszeit wegen Corona

Die Schüler hatten jedoch - wie in allen schriftlichen Prüfungsfächern - ein halbe Stunde mehr Zeit. Außerdem konnten die Lehrkräfte, wie schon 2021, aus einer Vorauswahl die Aufgaben für ihre Prüflinge auswählen, die am besten zum erteilten Unterricht passten. Davon unbenommen hatten die Abiturienten in der Deutschklausur nochmal die Wahl zwischen drei Formaten.

Einfach gepokert

Lasse Villa Hamann hat gepokert und Glück gehabt. Auf den Kommentar (zu kurzen Texten) hatte der Mönchsee-Gymnasiast gesetzt. "Hat geklappt", sagt der 18-Jährige erleichtert. Mit einer Sachtext-Erörterung wäre er nicht so gut klargekommen. Um den Wandel der Höflichkeit ging es. 13.15 Uhr war er fertig, einschließlich durchlesen. Beim Denken halfen Nutella-Brote und Traubenzucker. "Ich war dreimal auf dem Klo", erzählt er. "Bei den Gängen wird der Kopf frei."

Punkt 14.45 Uhr betritt Jürgen Kovács die Weibertreuhalle. "So, jetzt machen wir Schluss", sagt der Leiter des Weinsberger Justinus-Kerner-Gymnasiums (JKG). Von den 78 Abiturienten am JKG haben 35 Deutsch als Leistungsfach, legen also eine schriftliche Prüfung ab. Davon schöpfen knapp 20 die volle Zeit aus: Fast sechs Stunden lang beugen sie die Köpfe. Am Ende haben Kim Radecker aus Eberstadt und Hannah Sauter aus Weinsberg knapp 20 Seiten voll geschrieben. Lea Böllinger aus Weinsberg bringt es sogar auf 34 Seiten.

 
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