Auf B27 festgeklebt: Klimaaktivisten wollen Heilbronner Urteil nicht akzeptieren
Das Urteil am Heilbronner Amtsgericht hatte im März bundesweit für Aufsehen gesorgt. Erstmals wurden Klimaaktivisten zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt – abgeschlossen ist die Sache damit noch nicht.
Die Klimaaktivisten der umstrittenen Gruppierung „Letzte Generation“, die im März am Heilbronner Amtsgericht wegen Nötigung zu Haftstrafen verurteilt wurden, wollen das Urteil aus erster Instanz nicht akzeptieren. Das Berufungsverfahren beginne voraussichtlich Mitte Oktober, teilt Lutz Hils, Sprecher des Landgerichts Heilbronn, am Dienstag mit.
Bundesweit erstmals wurden im März in Heilbronn Aktivisten der „Letzten Generation“ zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Die Aktivisten hatten sich in Heilbronn auf der B27 festgeklebt und stundenlang den Verkehr blockiert. Die Richterin begründete ihr Urteil in einem Eilverfahren damit, dass die Aktivisten schon öfter mit solchen Aktionen aufgefallen waren. Zudem hatten sie vor Gericht angekündigt, gleich nach dem Urteil weitermachen zu wollen, was dann auch geschah.
Berufungsverfahren am Landgericht: Klimaaktivisten wollen Urteil nicht akzeptieren
Im Berufungsverfahren muss nun das Landgericht entscheiden, ob das erstinstanzliche Urteil angemessen war. Die Rechtskraft des Urteils wird durch die Berufung sozusagen aufgeschoben. Dass die Klimaaktivisten diesen Schritt gehen, war zu erwarten. Es sei deren Strategie, alle rechtlichen Mittel zu nutzen, sagt Organisationspsychologin Maria-Christina Nimmerfroh. Denn dadurch bekämen sie "neue Aufmerksamkeit".
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