Schwäbisch Hall
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DLRG-Retterin ertrinkt bei Hochwasserübung

Bei einer Hochwasserübung der DLRG ist am Donnerstagabend eine 28-jährige Frau ums Leben bekommen. Mit vier Kollegen hatte sie an einer Hochwasserübung teilgenommen, als das Boot der DLRG bei Schwäbisch Hall kenterte.

Von Jürgen Kümmerle
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Blaulicht

Bei einer Hochwasserübung der DLRG ist am Donnerstagabend eine 28-jährige Frau ums Leben bekommen. Mit vier Kollegen hatte sie an einer Hochwasser-Übung teilgenommen, als das Boot der DLRG bei Schwäbisch Hall kenterte.

Vier Bootsinsassen der DLRG retteten sich ans Ufer. Die junge Frau konnte sich nicht gegen die Wassermassen wehren und wurde in ein Wehr bei Ziegelhütte gespült. Nach Angaben von Ronald Krötz, Pressesprecher der Polizei Aalen, kam es gegen 17 Uhr zu dem Unglück. Der Unglücksort befindet sich demnach bei Wilhelmsglück in einem Tal des Kochers, unweit von Schwäbisch Hall. 

Bergung erst Stunden später

Die junge Frau sei während der Übung in einen Wasserstrudel geraten und habe sich daraus nicht befreien können. „Sie ist untergegangen und dann abgetrieben“, sagt Krötz. Stunden später habe man den leblosen Körper der jungen Frau aus dem mehrere Kilometer entfernten Stausee in Schwäbisch Hall-Steinbach geborgen.

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Die übrigen DLRG-Retter setzten direkt nachdem sie das Ufer erreicht hatten einen Notruf ab. Nach Angaben von Krötz werden die Kollegen der ertrunkenen Frau zum Teil psychologisch und medizinisch betreut. An der Such- und Rettungsaktion waren 20 Einsatzkräfte von DLRG und 40 Feuerwehrleute beteiligt. Ein Polizeihubschrauber war zur Suche angefordert worden. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen.

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