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St. Blasien

Überschwemmungen im Südwesten: Großalarm im Schwarzwald

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Überflutete Straßen und Geröllmassen, die sich von den Hängen lösen. Einsatzkräfte haben in der Nacht im Schwarzwald zunächst das Schlimmste befürchtet. Glücklicherweise entspannte sich die Lage. Auch der Neckar tritt in der Region über die Ufer.

Von dpa und unserer Redaktion

Überschwemmungen und Erdrutsche haben die Rettungskräfte in St. Blasien im Hochschwarzwald in Atem gehalten. Die Häuser eines kompletten Straßenzugs seien am Abend wegen Überschwemmungen evakuiert worden, teilte die Polizei in Freiburg mit. Rund 150 Anwohner wurden in eine Turnhalle gebracht. Im Laufe der Nacht entspannte sich die Lage: Die meisten Menschen aus dem Ort im Landkreis Waldshut konnten bis zum Morgen in ihre Häuser zurück.

Noch am Donnerstagabend habe man aber darüber nachgedacht, ob Katastrophenalarm ausgelöst werden müsse, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. An einigen Stellen rutschten Hänge ab. Zunächst war unklar, wo und ob es weitere Erdrutsche geben könnte. Im Laufe der Nacht relativierten die Einsatzkräfte ihre Annahmen: St. Blasien blieb von einer Katastrophe verschont.

Keine Verletzten

Rettungskräfte waren mit einem großen Aufgebot vor Ort. Die Feuerwehr hatte Großalarm ausgelöst. Menschen seien in St. Blasien und dem ebenfalls betroffenen Ortsteil Menzenschwand nicht verletzt worden. Wie hoch der Schaden ausfiel, war am Freitagmorgen noch unklar. Ein Hubschrauberflug mit einem Geologen war geplant, um das Ausmaß der Schäden zu begutachten. „Wir müssen wissen, wie die Beschaffenheit der Berghänge aussieht“, sagte Bürgermeister Adrian Probst.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte im Schwarzwald und im Allgäu bis zum Morgen stellenweise 70 bis 120 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Dazu kam, dass Schneemassen in den Höhenlagen wegen der milden Temperaturen schnell wegschmelzen.

Überflutete Straßen auch in der Region

In weiteren Teilen Baden-Württembergs, auch im Raum Heilbronn rund um den Neckar, hatte die Polizei mit überfluteten Straßen zu tun. Im Rhein-Neckar-Kreis wurden etwa Fahrzeuge vorsorglich abgeschleppt, damit sie nicht weggespült werden konnten, wie eine Polizeisprecherin in Mannheim sagte. In der Heidelberger Altstadt wurde die B37 am Neckar für Autos gesperrt.


 

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Nach Angabender Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg (LUBW) bestand in der Nacht eine starke Hochwassergefährdung für viele Teile des Landes. Bei einer solchen Warnlage sind etwa auch größere Überflutungen von bewohnten Gebieten möglich. Am Morgen kurz vor 6 Uhr galt die Frühwarnung der höchsten Stufe noch für Mannheim, Heidelberg und Freiburg sowie den Rhein-Neckar-Kreis und die Kreise Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut. Im Kreis Schwäbisch-Hall kam eine DLRG-Retterin bei einer Hochwasser-Übung auf dem Kocher ums Leben.

Mit Blick auf den gesamten Südwesten bezeichnete ein Polizeisprecher in Stuttgart die Lage am frühen Freitagmorgen als „nicht dramatisch“.

 

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