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Besuch bei Audi und Stimme
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Niedersachsens Ministerpräsident Lies von Innovation in Heilbronn und Neckarsulm beeindruckt

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Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies hat gemeinsam mit SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch die Region besucht. Im Gespräch mit der Stimme ging es um Audi, VW und den Wahlkampf.

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Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch beim Redaktionsbesuch der Heilbronner Stimme.
Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch beim Redaktionsbesuch der Heilbronner Stimme.  Foto: Ralf Seidel

„Schwer beeindruckt“, resümierte der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) seinen Besuch des Audi-Werks in Neckarsulm am Donnerstag gemeinsam mit dem Spitzenkandidaten seiner Partei für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Andreas Stoch. Als Chef des Volkswagen-Stammlandes und zuvor bereits als Minister sitzt der 58-jährige Niedersachse im Aufsichtsrat der Audi-Mutter. Nach dem Stopp im Werk machten die beiden Politiker noch Halt für einen Redaktionsbesuch bei der Heilbronner Stimme.

Wirkung auf Lies hatte aber nicht nur die Auto-Produktion, sondern auch das Thema KI in der Region. „Was hier von Herrn Schwarz auf die Beine gestellt wird, das ist wirklich beeindruckend“, sagte Lies bezogen auf den Ipai. Für eine Visite dort blieb diese Woche aber keine Zeit. „Er kommt wieder“, sagte Parteikollege Stoch.

Niedersachsen Ministerpräsident Olaf Lies: Werke im VW-Konzern erhalten

Bei Audi habe Lies intensive Gespräche mit Werksleitung und Betriebsräten geführt. „Das ist schon eine Innovationsschmiede hier in Neckarsulm“, sagte der Ministerpräsident bezogen auf die Autos und die Produktion – gerade die Automatisierung in diesem Bereich fand Beachtung bei Lies.

In Anbetracht der Krise der Automobilindustrie – „Es ist eine extrem schwere Zeit, muss man wirklich sagen“ – war Lies wichtig zu betonen, dass man über die Marken des VW-Konzers hinweg keine Standorte gegeneinander ausspielen wolle. Ziel müsse es sein, „alle Standorte so auszulasten, dass sie auch in einer schwierigen Phase eine Grundlage für eine Zukunftsentwicklung haben und dass sie langfristig erhalten bleiben.“ Das gelte wirklich für alle Standorte, so Lies.

Kann die SPD in Baden-Württemberg von Olaf Lies’ niedersächsischer SPD lernen?

Olaf Lies und Andreas Stoch sind beide Vorsitzende ihrer Landes-SPD. Nur finden sich in den beiden Ländern völlig unterschiedliche Verhältnisse bei den Sozialdemokraten vor: Lies führt eine SPD in der Regierung und ist mit seiner Fraktion stärkste Kraft im Landtag. Der SPD im Ländle droht dagegen erstmals ein einstelliges Ergebnis bei der anstehenden Wahl. „Wir haben in Baden-Württemberg ein gewisses Dilemma“, erklärte SPD-Spitzenkandidat Stoch.

Im progressiven Lager im Bundesland bleibe die SPD hinter den Grünen zurück, sagte er. Die aktuelle Landesregierung kritisierte er aber als zu passiv. In Anbetracht der wirtschaftlichen Krise müsse die Politik aktiver passende Rahmenbedingungen schaffen. Dafür argumentierte auch Lies. Gerade in den Themen Wirtschaft und Bildung, die der Niedersachse als „ur-sozialdemokratische Themen“ bezeichnete.

Landtags-Wahlkampf in Baden-Württemberg: Andreas Stoch „schmerzt“ Entenpastete-Shitstorm 

Der Wahlkampf ist auf die Zielgerade eingebogen. Für Stoch heißt das aktuell viel Defensive. Der 56-Jährige ist mit einem Online-Shitstorm konfrontiert, nachdem er in einem TV-Beitrag nach dem Besuch einer Tafel über seinen Fahrer Entenpastete im Elsass eingekauft hatte.

„Das schmerzt mich wirklich. Da stand ein Fettnapf und ich bin beidbeinig reingesprungen“, sagte der Politiker dazu. Auch CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel stand wegen eines Videos persönlich in der Kritik. Diese Diskussionen abseits der politischen Inhalte würden ablenken von dem, was wichtig für das Land sei, sagte Andreas Stoch dazu.

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