Stimme+
Reaktion zum Stimme-Wahlcheck
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

„Politik ist kein Wunschkonzert“ – So kam SPD-Kandidat Andreas Stoch bei den Heilbronnern an

   | 
Lesezeit  2 Min
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Inhaltlich gut, aber ohne großes Risiko: So empfand das Publikum SPD-Politiker Andreas Stoch beim Gespräch mit Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer.

Die einen hören gespannt zu, die anderen stimmen per Handy ab: Die Besucher beim Stimme-Wahlcheck mit SPD-Kandidat Andreas Stoch.
Die einen hören gespannt zu, die anderen stimmen per Handy ab: Die Besucher beim Stimme-Wahlcheck mit SPD-Kandidat Andreas Stoch.  Foto: Seidel, Ralf

Was er sagte, fand Gefallen. Aussagen, zu denen er sich nicht hinreißen ließ, stießen auf Verständnis. „Wenn er hier heute gewichtige Aussagen tätigt, würde er später darauf festgenagelt werden. Aber ohne die Ergebnisse der Wahl zu kennen, weiß er nicht, welche Maßnahmen ihm später möglich sind“, sagte Roland Müller aus Neckarsulm, der beim Stimme-Wahlcheck zu Gast war. 

„Ein sympathischer Pragmatiker“ – So kam Andreas Stoch bei den Heilbronnern an

Stoch sprach über Wirtschaft, innere Sicherheit, den Ipai und den Lehrermangel. Ein wichtiges Thema, über das gesprochen werden muss – ein anderes dürfe dabei aber nicht in Vergessenheit geraten, findet Petra Lauter aus Leingarten: „Wir haben nicht nur großen Bedarf an Lehrkräften, sondern vor allem auch einen eklatanten Erziehermangel hier in der Region. Ich hätte mich gefreut, wenn Herr Stoch diesen Punkt angesprochen hätte.“

Insgesamt hat der SPD-Spitzenkandidat bei Petra Lauter jedoch einen guten Eindruck hinterlassen: „Meine Meinung deckt sich nicht mit allem, was er gesagt hat, aber er ist ein sympathischer Pragmatiker“, sagte Lauter, die bereits seit Jahren zum Stimme-Wahlcheck kommt, „ Das ist ein gutes Format, das Herr Heer immer gut moderiert.“

SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch stößt in Heilbronn auf Anklang

Gesundheit, Krankenhäuser, Wirtschaft, innere Sicherheit – auch das waren Themen, zu denen sich Andreas Stoch äußern musste. Zur Wirtschaft machte er deutlich: „Mancher wird aus der Komfortzone heraus müssen.“ Unternehmer Richard Stuck aus Ilsfeld besuchte die Veranstaltung mit seinem Sohn Carsten. „Ich habe mich im Vorfeld mit Herrn Stoch auseinandergesetzt und bin, was den Unternehmensaspekt angeht, seiner Meinung. Ich führe mein Geschäft nach dem Motto: ‚Wenn es meinen Mitarbeitern gut geht, geht es dem Unternehmen gut‘“, sagte Stuck.

Die beiden werden auch bei weiteren Wahlcheck-Veranstaltungen zu Gast sein. „Bei Cem Özdemir sind wir ebenfalls vor Ort, und auf Manuel Hagel von der CDU bin ich besonders gespannt. Er ist etwas jünger – eine andere Generation als die anderen Kandidaten –, und ich bin neugierig, ob er bereit für eine Veranstaltung wie diese ist“, berichtete Carsten Stuck.

„Politik bedeutet Kompromisse“ – SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch zu Gast in Heilbronn

Für die Veranstaltung bereit war Andreas Stoch allemal. Einige Fragen, etwa nach möglichen Koalitionsaussagen, konnte und wollte der SPD-Politiker zwar nicht beantworten – das jedoch aus gutem Grund: „Er weiß ja heute noch nicht, wie die Konstellation nach der Wahl aussieht und was ihm wirklich an Veränderung möglich ist“, sagte Roland Müller aus Neckarsulm. „Ich finde es gut, wie Herr Stoch sich präsentiert und positioniert hat. Politik bedeutet am Ende Kompromisse und ist kein Wunschkonzert.“




Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben