„Möglich, dass es eng wird“: AfD-Basis zur Chance im Wahlkreis Hohenlohe
Optimistisch sind AfD-Mitglieder, was den Ausgang der Landtagswahl im März angeht. Bei diesem Punkt einer hetzerischen Rede gab es viel Applaus beim Neujahrsempfang in Künzelsau.

Langsam füllt sich die Mehrzweckhalle Taläcker in Künzelsau für den Neujahrsempfang des AfD-Kreisverbands Hohenlohe/Schwäbisch Hall. Die Helfer schleppen weitere Stühle aus dem Lager, am Ende bleiben dennoch einige leer, gut 150 Interessierte sind gekommen. Darunter Wähler, die sich informieren wollen, und Wähler mit Parteibuch. Bei denen ist die Stimmung gut, allen voran bei Anton Baron, AfD-Fraktionsvorsitzender im Landtag und Direktkandidat im Wahlkreis Hohenlohe.
Optimistisch ist Anton Baron, der Wahlkampf gehe jetzt erst los. In vielen Gegenden mache man sich Hoffnung auf das Direktmandat. Auch in Hohenlohe. „Wir halten es für möglich, dass es knapp wird“, sagt der Bretzfelder Bernd Weber. Er sagt zugleich, dass es schwer werden dürfte in einer starken CDU-Gegend um den Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten. Knapp – AfD vorn oder die CDU? „Es kann rüber und nüber gehen.“
Neujahrsempfang in Künzelsau: So äußern sich AfD-Mitglieder zum Zuspruch der Bürger
Der Zuspruch der Bevölkerung sei hoch, so Bernd Weber – bei Dialogen und Info-Veranstaltungen der Partei. Er kenne niemanden, der mit der aktuellen Politik zufrieden sei. Er spricht von einer „Nibelungentreue“ mancher Wähler zu „Altparteien“.
„Gut, euphorisch“, so beschreiben Roland Popp und Thorsten Stein die Stimmung in der Partei vor Ort. Auch Thorsten Stein mache viel Zuspruch der Menschen aus, im Privaten und beruflichen Umfeld. „Man äußert sich im guten Kontext über die Partei.“ Die Leuten informierten sich, ließen sich von Medien nicht beeinflussen.
Großen Applaus für Hetz-Rede von Abgeordnetem bei AfD-Neujahrsempfang
Am Abend reden Anton Baron und der Bundestagsabgeordnete Malte Kaufmann. Den meisten Applaus, einzelne Besucher stehen sogar auf, bekommt der Bundestagsabgeordnete Martin Hess für seine sicherheitspolitische Hetze. Er spricht unter anderem über die Asylpolitik, Linksextremismus, Zurückweisungen an Grenzen, Migranten und Männer aus bestimmten Regionen, die in seinen Augen gewaltbereiter seien als andere.
Strompreise, Wirtschaftspolitik, direkte Demokratie, Bildung, auch das sind Themen des Abends. Es geht auch um die Wahlen im Osten, wo die AfD in diesem Jahr mindestens einen Ministerpräsidenten aus der eigenen Partei erwartet.

Malte Kaufmann gibt das Ziel bei der Wahl in Baden-Württemberg vor. Erreiche die AfD etwas mehr als 20 Prozent der Stimmen, müsste das für mindestens 25 Prozent der Sitze im Landtag reichen. Diesen Anteil benötige man, um Untersuchungsausschüsse einzusetzen. Einen solche wolle man, um die „Unrechtstaten während Corona“ aufzuarbeiten, so Malte Kaufmann.
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