AfD kommt mit Alice Weidel in Heilbronner Harmonie – Protestkundgebung geplant
Am Donnerstag, 22. Januar, kommt AfD-Politikerin Alice Weidel zum Wahlkampf nach Heilbronn. Das „Netzwerk gegen Rechts“ plant Proteste.
Zum Wahlkampfauftakt für die Landtagswahl 2026 lädt der Landesverband der Alternative für Deutschland (AfD) am Donnerstag, 22. Januar, in die Heilbronner Harmonie. Mit dabei sind neben Markus Frohnmaier, Kandidat für das Ministerpräsidenten-Amt, auch die Bundesvorsitzende Alice Weidel und die regionalen Kandidaten Dennis Klecker (Wahlkreis 19 Eppingen), Carola Wolle (Wahlkreis 20 Neckarsulm), Maximilian Decker (Wahlkreis 18 Heilbronn).
Wahlkampf-Veranstaltung der AfD in Heilbronner Harmonie: Weidel vor Ort
Zum wiederholten Mal ist die AfD mit prominenten Partei-Vertretern in der Harmonie zu Gast: Bereits im März 2024 fand der Europawahlkampf-Auftakt in Heilbronn statt. Auch damals war Alice Weidel vor Ort. Und im Juni 2025 hielt die AfD ihren Landesparteitag in der Veranstaltungshalle in der Innenstadt ab.

„Die Harmonie ist als Räumlichkeit gut für unser Veranstaltungsformat geeignet“, berichtet Dennis Klecker. Seit 1. September 2023 ist der 35-Jährige Landtagsmitglied. Aufgrund des Fassungsvermögens für bis zu 2000 Personen und durch die direkte Parkhaus-Anbindung sei die Wahl erneut auf das Konzert- und Kongresszentrum in der Innenstadt gefallen.
AfD-Veranstaltung in Heilbronn: Dauer von 90 bis 120 Minuten angesetzt
Einlass in die Harmonie am Donnerstag, 22. Januar, ist ab 18 Uhr. Los geht die Veranstaltung um 19 Uhr. Sie besteht aus Redebeiträgen der AfD-Politiker von jeweils zehn bis 20 Minuten Dauer. Als Gesamtdauer des AfD-Wahlkampfauftakts ist eine Dauer von 90 bis 120 Minuten angesetzt.
Eine Teilnahme an der öffentlichen Veranstaltung ist nur nach vorheriger Online-Anmeldung möglich. Dennis Klecker: „Damit wollen wir verhindern, dass wir Angereiste nach Hause schicken müssen, falls das Besucher-Interesse die Raumkapazitäten übersteigt.“ Das sei bei AfD-Veranstaltungen in Heilbronn in der Vergangenheit der Fall gewesen.

„Netzwerk gegen Rechts“: Demonstration gegen AfD in Heilbronn geplant
Sowohl 2024 als auch 2025 haben bei den AfD-Veranstaltungen in Heilbronn hunderte gegen die Partei protestiert . Mit Slogans wie „Demokratie statt Hetze“ oder „Heilbronn ist bunt“ schlossen sich Demonstranten in der Innenstadt dem Aufruf des „Netzwerks gegen Rechts“ an und bekannten Flagge gegen den Kurs der Partei.
Und auch dieses Mal soll es vom „Netzwerk gegen Rechts“ Proteste geben, wie Florian Vollert vom Linken-Kreisverband Heilbronn-Unterland berichtet. Die Heilbronner Grünen-Gemeinderätin Isabell Steidel hält es ebenfalls für wichtig, Haltung gegen die AfD zu bekennen. „Wir müssen die Demokratie schützen und zeigen, dass Heilbronn vor allem bunt und vielfältig ist. Das sind die Werte unserer Stadt – im Gegensatz zur Ausrichtung der AfD.“
Die bisherigen Gegendemonstrationen haben sie beeindruckt. Jene hätten nach Meinung Steidels auch verhindert, dass Heilbronn als AfD-Stadt wahrgenommen wird, in der sich Menschen mit rechter Gesinnung unwidersprochen Gehör verschaffen können.

AfD-Landtagsabgeordneter über Demonstrationen gegen seine Partei in Heilbronn
Dass kommende Woche Gegendemos zur AfD-Veranstaltung in Heilbronn stattfinden sollen, damit rechnet auch Dennis Klecker. „Solange diese friedlich bleiben, habe ich kein Problem damit, wenn Menschen von ihrer Versammlungsfreiheit Gebrauch machen. Wenn aber Polizisten angegriffen werden und Versuche, die Halle zu stürmen, stattfinden, endet mein Verständnis.“
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Stimme.de
Kommentare
Franz Labling am 13.01.2026 15:31 Uhr
Wer unbedingt öffentlich "Haltung" zeigen will, kann ungehindert zu den Wahlveranstaltungen jener Parteien gehen, deren Programme er für richtig hält! Es würde viel Steuergeld einsparen und Ärger im Strassenverkehr ersparen. Es sollte sich auch jeder Teilnemer an solchen "Veranstaltungen" hinterfragen, ob es tatsächlich richtig ist anderen Bürgern ihr Recht auf eine andere, als der eigenen politischen Einstellung zu verwehren!
Dagmar Wolter am 13.01.2026 13:41 Uhr
"Eine Teilnahme an der öffentlichen Veranstaltung ist nur nach vorheriger Online-Anmeldung möglich. Dennis Klecker: „Damit wollen wir verhindern, dass wir Angereiste nach Hause schicken müssen, falls das Besucher-Interesse die Raumkapazitäten übersteigt.“
Das ist natürlich ein Scheinargument: man will vorher selektieren, wer rein darf. Im Nachgang hat man dann weiterhin die Kontaktdaten der Teilnehmer an dieser "öffentlichen" Veranstaltung. Demokratieverständnis at its best!