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Stärken und Schwächen: Wo Baden-Württemberg besonders gut – und schlecht ist

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Am Sonntag wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat sich mit den Stärken und Schwächen des drittgrößten Bundeslandes beschäftigt.

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Die Landtagswahl in Baden-Württemberg steht kurz bevor. Am kommenden Sonntag, 8. März, sind die Wahllokale von 8 bis 18 zur Stimmabgabe geöffnet. Vieles deutet auf ein knappes Rennen hin: In den Umfragen lag bislang die CDU mit Spitzenkandidat Manuel Hagel vorne. Nun ziehen die Grünen mit Cem Özdemir gleich. Im ZDF-„Politbarometer Extra“ liegen CDU und Grüne beide mit 28 Prozent gleichauf. 

Baden-Württemberg gilt immer noch als einer der wichtigsten wirtschaftlichen Motoren Deutschlands. Doch die Krise hat auch in „The Länd“ Spuren hinterlassen. Zuletzt brach bei Mercedes der Gewinn um die Hälfte ein, Bosch schließt sein Werk in Waiblingen bis 2028. Wo steht das Land tatsächlich? Ein Blick auf die Stärken und Schwächen.

Landtagswahl 2026: Wo Baden-Württemberg besonders gut ist

Wie steht Baden-Württemberg aktuell da? Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln blickt auf die Stärken und Schwächen. Baden-Württemberg bleibt das Land der Tüftler und Tüftlerinnen. Kein anderes Bundesland meldete 2022 mehr Patente pro 100.000 Beschäftigte an: 276,8 – mehr als doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt (120,6) und deutlich mehr als in Bayern (209), so das Institut.

Auch beim Einkommen ist Baden-Württemberg vorne. Mit 30.455 Euro je Einwohner liegt das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nur knapp hinter Bayern. Im Bundesdurchschnitt sind es 28.813 Euro pro Einwohner. Vorn liegt das Land auch bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: Auf 100.000 Einwohner kamen im Jahr 2025 rund 271 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Damit liegt Baden-Württemberg deutlich über dem Bundesschnitt von 209,7 Ladepunkten.  

Wo Baden-Württemberg Nachholbedarf hat

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat sich auch mit den Schwächen des drittgrößten Bundeslandes beschäftigt. Beim Ausbau der Windenergie liegt Baden-Württemberg weit zurück, heißt es in der Betrachtung: Die installierte Windleistung pro Fläche liegt bei 0,59 Kilowatt pro Hektar, nur rund ein Drittel des Bundesschnitts (1,92). Schlechter schneiden lediglich Bayern und Berlin ab.

Zudem sei Baden-Württemberg unterdurchschnittlich digitalisiert. So hat das Bundesland die schlechteste 5G-Versorgung in Deutschland. Nur etwa 85 Prozent der Fläche sind mit dem schnellsten Mobilfunkstandard versorgt. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei über 90 Prozent. Auch bei der Fachkräftesicherung gibt es Nachholbedarf. Im September 2025 waren rund 13,3 Prozent aller Ausbildungsstellen im Land unbesetzt. Damit liegt Baden-Württemberg auf Platz drei hinter Bayern und Brandenburg. Bundesweit sind es rund elf Prozent.  

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