Im TV-Duell gegen Scholz
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Merz über Atomenergie: „Da haben Ihnen die Grünen auf der Nase herumgetanzt“

  
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Im TV-Duell zwischen den Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und Friedrich Merz wird es zwischenzeitlich hitzig. Als die Sprache auf die Atompolitik kommt, schiebt Merz die Schuld den Grünen zu. 

Von Michaela Ebert und dpa

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sein klares Nein zum erneuten Betrieb von Atomkraftwerken in Deutschland mit Kosten in Milliardenhöhe begründet. „Neue Kernkraftwerke kosten 40 Milliarden Euro. Das ist alles hanebüchen, was da diskutiert wird“, sagte Scholz beim TV-Duell mit Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz in ARD und ZDF.

Der endgültige Atomausstieg habe „mit der wirtschaftlichen Entwicklung“ in Deutschland nichts zu tun, argumentierte Scholz.

Merz zu Scholz: „Da haben Ihnen die Grünen auf der Nase herumgetanzt“

Merz hatte Scholz und der gescheiterten Ampel-Regierung zuvor vorgeworfen, die Abschaltung der drei letzten deutschen Kernkraftwerke aus ideologischen Gründen herbeigeführt zu haben. „Das hätten Sie auch anders entscheiden können, Herr Bundeskanzler. Da haben Ihnen die Grünen auf der Nase herumgetanzt“, sagte Merz.

Schlagabtausch im TV-Duell: Merz und Scholz über Migration, Wirtschaft und FDP

Zuvor hatte es hitzige Diskussion in der Migrationspolitik gegeben. Scholz hatte zu den Plänen von Friedrich Merz, die zum Teil in der vergangenen Woche im Bundestag gescheitert waren, gesagt: Warum soll man so doof sein, dass in dem Augenblick, in dem Deutschland endlich unter meiner Führung nach vielen, vielen Jahren durchgesetzt hat, wofür wir lange gekämpft haben, dass die anderen diejenigen, die in ihren Ländern das Verfahren durchführen müssen, wieder zurücknehmen, dass wir dann sagen, aber kurz vor Schluss halten wir uns nicht an das Recht.“

Auch in Sachen Wirtschaftspolitik kamen die beiden Kanzlerkandidaten nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Hier warf Merz Scholz vor: „Mit Realität hat das nichts zu tun“. In einer Sache waren sich die beiden Politiker jedoch einig: Ein Bundestag ohne die FDP wäre „ärmer, jedoch lebensfähig.“

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