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Cem Özdemir will Ministerpräsident werden – grüner Realo will es wissen

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Der Grünen-Politiker verkündet heute, dass er Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden will. Der Wahlkampf dürfte spannend werden.

Cem Özdemir will Nachfolger von Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg werden.
Cem Özdemir will Nachfolger von Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg werden.  Foto: Marijan Murat/dpa

Cem Özdemir wird, so berichten es diverse Medien, heute verkünden, was die Spatzen im Land seit vielen Monaten von den Dächern pfeifen. Der Grünen-Politiker will 2026 Nachfolger von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg werden.

Damit sind die Fronten für den anstehenden Landtagswahlkampf im Südwesten geklärt. Die CDU geht mit Fraktions- und Landesparteichef Manuel Hagel ins Rennen, die SPD aller Voraussicht nach mit Landeschef Andreas Stoch und die Grünen mit Cem Özdemir.

Cem Özdemir will Ministerpräsident werden: Der grüne Realo ist nicht chancenlos

Für den anatolischen Schwaben, wie Özdemir sich selbst gerne bezeichnet, könnte sich damit ein Lebenstraum erfüllen. Als Landwirtschaftsminister im Bund tat sich der Grüne schwer - es war ihm anzumerken, dass es nicht sein Traumjob ist. Die Rückkehr nach Baden-Württemberg ist daher nachvollziehbar.

Als grüner Realo, der mit den Menschen auf der schwäbischen Alb genauso gut klarkommt wie mit hippen Großstadtbewohnern, ist Özdemir nicht chancenlos, wenn im Frühjahr 2026 der Nachfolger des beliebten Landesvaters Kretschmann gewählt wird. Zwar liegt die CDU in Umfragen derzeit weit vor den Grünen. Doch Özdemir hat nun ausreichend Zeit, seine Vision für das Baden-Württemberg der Zukunft unters Volk zu bringen. Seine Bekanntheit und seine unprätentiöse Art können ihm dabei helfen.

CDU-Chef Manuel Hagel muss sein Bekanntheit steigern

CDU-Chef Manuel Hagel hat bisher keine großen Fehler gemacht, zu sicher sollte er sich seiner Sache aber nicht sein. Der 36-Jährige ist Umfragen zufolge vielen Menschen in Baden-Württemberg unbekannt - das muss Hagel rasch ändern, denn der Wahlkampf wird natürlich auf die jeweiligen Spitzenkandidaten zugeschnitten.

Die Bürgerinnen und Bürger im Südwesten dürfen sich jetzt schon auf einen spannenden Wahlkampf freuen, dessen Ende nicht so eindeutig sein muss, wie es bis jetzt aussieht.

 

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