Versorgungssicherheit beim Strom: Zu lange gehofft, zu wenig getan
Die Versorgungssicherheit beim Strom hierzulande hängt künftig wohl von anderen ab, fürchtet unser Autor.
Politiker, Wissenschaftler und auch einige Lobbygruppen haben offenbar viel zu lange darauf gehofft, dass die Stromrechnung schon irgendwie aufgeht, wenn wir jetzt auf Kohle- und Atomstrom verzichten.
Ein paar sparsame LEDs hier und ein paar Windparks da genügen aber nicht, um die Energieversorgung im Land langfristig sicherzustellen. Und um Langfristigkeit geht es, wenn auch unsere Kinder noch die Möglichkeit haben sollen, in den unterschiedlichsten Berufen ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Jetzt kommen auch noch die E-Autos
Nun zeigt eine erste Studie, dass all die abgeschalteten Kraftwerke nicht nur kaum zu ersetzen sind, sondern zusätzlich auch ein riesiger Mehrbedarf zu bedienen ist.
Man kann es nicht genug betonen: In dieser Studie geht es ausschließlich um die Industrie. Wenn Autos mit Strom fahren und mehr Häuser mit Wärmepumpen geheizt werden, steigt der Stromverbrauch zusätzlich. Es geht hier nicht um Peanuts.
Jetzt braucht es klare Rahmenbedingungen
Jedes Windrad und jede Photovoltaikanlage werden also gebraucht, und obendrein viel Strom von den Nachbarn. Ob auch grüner Wasserstoff aus Ländern, wo er günstig zu produzieren ist, eine entscheidende Rolle spielen soll, muss bald entschieden werden. Denn diese Technologie wirkt sich direkt auf alles andere aus. Für langfristige Investitionen ist es jetzt schon spät.
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Kommentare
Raphael Benner am 18.02.2022 06:57 Uhr
Da sieht man die Grüne Versagerpolitik. Deutschland macht sich abhängig vom Ausland, das in grüne Atomkraft investiert und bei uns dann kräftig abkassiert. Die Wähler erhalten ihre Quittung.
Michael Seher
Stadtrat Heilbronn