Meinung
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Sommer der Extreme

Nach wochenlanger Dürre leiden Flüsse und Wasserversorgung. Welche Zeichen braucht es noch, um entschlossener gegen den Klimawandel vorzugehen, fragt unsere Autorin.

Valerie Blass
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Lesezeit 1 Min

Die Hitze dieses Sommers produziert Hiobsbotschaften am laufenden Band. Nach der Dürre und den Waldbränden rücken die Flüsse und die Wasserversorgung in den Fokus. Fast 80 Prozent der Pegel im Land führen Niedrigwasser. Die Lage wird sich verschlimmern, denn relevante Regenfälle sind nicht in Sicht. Das hat schon jetzt Konsequenzen im Alltag: Die Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen in den Landkreisen Heilbronn und Hohenlohe ist eingeschränkt. Forscher schlagen Alarm, weil der Kollaps der Ökosysteme an und entlang der Flüsse droht.

 

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Was zu tun wäre, um die durch die menschgemachte Erderhitzung verursachte Entwicklung abzumildern, ist klar. Es sind im Kern dieselben Maßnahmen, die es bräuchte, um Städte gegen Hitze zu wappnen: Versiegelungen stoppen und aufbrechen. Wasser die Möglichkeit geben zu versickern statt es abzuleiten, damit Extreme wie Dürren und Hochwasser besser abgepuffert werden. Mehr kühle, schattige Plätze entlang der Flussläufe als Rückzugsgebiete für heimische Arten schaffen.

Wo sind die Akteure auf kommunaler Ebene, im Land und im Bund, die das rasch angehen? Die vermasselte Energiewende sollte uns doch gelehrt haben, was aus dem Aussitzen von Problemen folgt. Und von diesem Sommer der Extreme kann eigentlich nur eine Botschaft ausgehen: Die Zeit zu handeln ist jetzt.

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