Dieser Krieg muss enden
Auch viele Milliarden können die Kriegsfolgen nicht ausgleichen. Bei allen Sorgen über persönliche Nachteile darf man derzeit das große Ganze nicht aus den Augen verlieren, warnt unser Autor.
Hohe Preise sind ein Problem, ob im Energiebereich oder bei den vielen anderen Produkten und Dienstleistungen, die nun sprunghaft teurer wurden. Existenzbedrohend ist es derzeit aber nur in sehr wenigen Ausnahmefällen.
Nach zwei Wochen mit hohen - zugegebenermaßen übertrieben hohen - Spritpreisen Alarm zu schlagen, wie es Speditionen und Taxiunternehmen tun, ist etwas vorschnell. Die Corona-Einschränkungen haben vielen Privatpersonen und Unternehmen mehr abverlangt, ganz zu schweigen von den Leiden und Opfern, die der Krieg in der Ukraine jetzt fordert.
Ein Nackenschlag nach dem anderen
Das soll allerdings nicht bedeuten, dass wir nicht vor einer riesigen Herausforderung stehen. Denn die hohen Spritpreise sind nur die wiederholte Verschärfung einer wachsenden Krise. Auf eine beispiellos lange Phase boomender Wirtschaft in den Zehner-Jahren folgten mit Corona, brüchigen Lieferketten und Halbleitermangel zuletzt ein Nackenschlag nach dem anderen.
Nun sind wir Zeuge eines Krieges mit weltweiten Verwerfungen, deren Folgen wir erst ansatzweise zu spüren bekommen haben. Die Politik kann helfen, Härtefälle abzufedern. Doch mit noch so vielen Milliarden wird sie es nicht schaffen, all das auszugleichen, was jetzt aus den Fugen geraten ist. Dieser Krieg muss enden. Alles andere ist zweitrangig.
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Stimme.de
Kommentare
am 12.03.2022 09:21 Uhr
Warum nur dieser Krieg? Ach ja klar, wir merken das er uns mehr betrifft als die anderen auf der Welt.
Jeder derzeit auf der Welt herrschende Krieg gehört beendet. Der Mensch der sich gerne als Krone der Schöpfung bezeichnet sollte sich darauf besinnen, das er nur ein Leben hat und dieses genießen. Anstatt sich zu bekriegen, sollten wir miteinander sprechen und zuhören, aber wir hauen uns gegenseitig die Köpfe ein. Soviel zur Krone der Schöpfung.