Innovative Ideen für die Digitaloffensive und geplatzte EM-Träume
Die Verteilung von iPads in Schulen ist nur der Anfang, jetzt wollen sich die Heilbronner Verantwortlichen Ideen für die Digitaloffensive an einer Vorzeigeschule holen. Andere Träume sind geplatzt, der EM-Glanz wird wohl ausbleiben.

Ein Satz Tablets allein macht noch keinen guten digitalen Unterricht. Gleichwohl ist die richtige Ausstattung die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Umgang mit dem Thema. Dafür sorgt die Dieter-Schwarz-Stiftung in Heilbronn, wo in den nächsten Jahren jeder Schüler ein eigenes Tablet bekommen soll. Die einzigartige Initiative wird den Graben zwischen Stadt- und Land-Bildung weiter verstärken, weil andere Träger von einem solchen Finanzierungsmodell nur träumen können. Allerdings gibt es in der Region auch Schulen, an denen die Endgeräte überhaupt erst ab Klasse zehn erlaubt sind und damit ein ganz anderer Umgang mit dem Thema gepflegt wird. Doch ob mit oder ohne Unterstützung: Es kommt vor allem auf den richtigen Umgang mit der Technik an.
Selbstständig lernen, aber nicht allein
Die Alemannenschule in Wutöschingen hat das Modell auf die Spitze getrieben, hier lernen Schüler weitgehend selbstständig mit Tablet, aber eben nicht allein. Das Resultat sind überdurchschnittlich gute Leistungen im Vergleich mit anderen Schulen. Angesichts der jüngsten Pisa-Klatsche ist die Gemeinschaftsschule am Rande des Schwarzwalds damit ein starkes Plädoyer dafür, Schülern etwas zuzutrauen und neue Unterrichtsformen zu wagen. Das wissen auch die Verantwortlichen in Heilbronn. Eine Delegation aus Stadt, Stiftung und Schulleitungen hat sich im Februar für einen Besuch im Landkreis Waldshut angekündigt. Man wolle über eine mögliche Zusammenarbeit sprechen, heißt es. Vor allem aber geht es um innovative Ideen. Denn klar ist, die Verteilung der Geräte kann nur der Anfang der Digitaloffensive sein.
Vier Bewerber für Bürgermeisterwahl in Löwenstein
Nach der Wahl ist vor der Wahl. Im Januar ist Löwenstein an der Reihe. Dort tritt Bürgermeister Klaus Schifferer nicht mehr an, dafür haben aber bereits vier Kandidaten ihren Hut in den Ring geworfen. Zuletzt der Geschäftsführer des Naherholungsgebiets Breitenauer See, Tobias Kniel. Er dürfte sich für den Wahlkampf schon warm gelaufen haben, hat er doch erst in November in Weinsberg sein Glück versucht. Dort hatte ihn die künftige Bürgermeisterin Birgit Hannemann auf Platz zwei verwiesen. Jetzt tritt er in Löwenstein gegen - bislang - drei Männer an. Weitere Interessenten können noch bis Montag ihre Bewerbung im Rathaus abgeben.
Investition auch ohne EM-Glanz
Aus der Traum vom ganz besonderen Heilbronner Fußballmärchen. Ausländische Verbände haben nicht ganz überraschend Parkhotel und Frankenstadion verschmäht und sich andere Trainingsorte gesucht. Die Schweizer Nationalmannschaft beispielsweise bezieht ihr Team-Base-Camp zur Europameisterschaft in Stuttgart, wie OB Frank Nopper in den sozialen Medien stolz verkündet. Was das Interesse an Heilbronn ausgebremst hat, ist nicht bekannt. Der Rasen im Frankenstadion wird trotzdem für knapp eine halbe Million Euro saniert. Das sei auch ohne Nationalkicker dringend notwendig, erklärt die Stadt. So profitieren hiesige Sportler von einer Investition, die in der Hoffnung auf EM-Glanz getätigt wurde.

Stimme.de
Kommentare