Windkraft: Gegen die Hüter der reinen Artenschutzlehre ist nicht anzukommen
Windkraft hat auch unter den Grünen nicht genügend Befürworter, findet unser Autor. Obwohl die Ziele doch seit langem bekannt sind.

Schaut man auf den Ausbau der Windkraft, dann könnte man mit den Fantastischen Vier rappen: "Es könnte alles so einfach sein. Ist es aber nicht." Warum ist es das nicht? Das Land kann sich jedenfalls längst nicht mehr so einfach herausreden. Seitdem die Grünen an der Landesregierung beteiligt sind, verfehlen sie ihre selbstgesteckten Ziele bei ihrem Prestigevorhaben Windkraftausbau Jahr für Jahr. Wirkliche Konsequenzen ziehen sie nicht.
Prioritäten falsch gesetzt
Ein Punkt: Die Interessen der Klimaschützer stehen noch immer zu oft hinter denen der Arten- und Umweltschützer zurück. Kein Grüner lässt sich eben gerne nachsagen, dass ihm Unke oder Vogel egal seien. Doch spätestens wenn unter Windrädern hauptsächlich Raubvögel zweifelhaften Ursprungs zu finden sind – teils auch eingefrorene Exemplare oder nachweisliche Opfer des Straßenverkehrs – dann sollten auch Hüter der reinen Artenschutzlehre ins Grübeln kommen.
Abstriche an Vorgaben werden aber nicht gemacht. Es wird erfasst, was das Zeug hält: Vögel, Fledermäuse, Amphibien. Und nicht einmal wirksame freiwillige Schutzmaßnahmen, die womöglich Resultat eines Gutachtens wären, entbinden von der aufwendigen Erstellung dieses Gutachtens. Keine Digitalisierungsoffensive in der öffentlichen Verwaltung wird daran etwas ändern. So wird das nichts.
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