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Ein Strompreisdeckel ist eine teure Lösung

  
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Überall Übertreibungen: Die Energiepreisgestaltung muss neu geregelt werden, findet unser Autor. Insbesondere der Strompreisdeckel kann so, wie er bisher angedacht war, nicht funktionieren.

  

Die Energiepreise laufen komplett aus dem Ruder. Das ist an den Börsen bei Gas und Strom besonders eindrucksvoll. Im vergangenen Jahr war die Megawattstunde Strom noch für deutlich unter 100 Euro zu bekommen, mittlerweile zahlt man 400, 500 oder 700 Euro.

Die Regierung reagiert mit Strompreisdeckel und Gaspreisbremse. Richtig, will man ausrufen, so kann es nicht weitergehen. Doch so schön die Begriffe klingen, so schwammig sind sie.

Einfach Mehrkosten übernehmen, ist keine Regulierung

Bisher war dem Entlastungspaket nur zu entnehmen, dass der Strompreisdeckel aus den abgeschöpften Über- oder Zufallsgewinnen bezahlt werden soll. Die eigentliche Frage sollte aber sein, wie der Staat diesen Markt regulieren kann, ohne selbst einfach für die Differenz zwischen Deckel und Marktpreis aufkommen zu müssen. Denn das nennt man nicht Regulierung, sondern schlicht Subvention.

Man muss also bei den Rahmenbedingungen ansetzen. Denn der hohe Gaspreis verteuert derzeit immens die Kosten für Strom aus Gaskraftwerken - und die bestimmen dann den Preis für jeden Strom, auch für den zuletzt üppig vorhandenen Sonnenstrom. Die Preisbildung muss vorübergehend angepasst werden. Eine Aufteilung des Marktes? Sonderregelungen für Strom aus Gas? Perfekt wird es nicht werden. Es zählt die Geschwindigkeit.


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Foto: luchschenF/stock.adobe.com
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