Meinung
Lesezeichen setzen Merken

Die Situation auf dem Mietmarkt ist angespannt, deshalb muss sich schnell etwas ändern

Mietpreissteigerungen sind in den kommenden Jahren wohl nicht zu verhindern. Deshalb ist es wichtig, die Weichen für die Zukunft jetzt richtig zu stellen. Vorschläge für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gibt es genug. Sie müssen nur umgesetzt werden, meint unsere Autorin.

kom_heffter
  |    | 
Lesezeit 1 Min

Viele Städte, darunter auch Heilbronn, platzen bald aus allen Nähten. Auf dem Wohnungsmarkt gibt es kaum noch Leerstand, bei hoher Nachfrage steigen die Mieten weiter. Vielerorts wird nicht genug gebaut. Wohnraum zu schaffen, insbesondere geförderten, ist bei hohen Kosten nicht leicht. Dazu kommt die Verunsicherung bei potenziellen Käufern.

In einer alles andere als stabilen Wirtschaftssituation, in der Baukosten und Zinsen gleichzeitig hoch sind, ist es für viele unattraktiv, eine Immobilie zu kaufen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Gerade junge Gutverdiener strömen auf den ohnehin überfüllten Mietmarkt und können sich dort auch höhere Preise problemlos leisten.

An vielen Stellschrauben gleichzeitig drehen

Einfache Lösungen gibt es nicht. Weitere Mietpreissteigerungen werden in den kommenden Jahren nicht zu verhindern sein. Trotzdem muss an den Stellschrauben gedreht werden, die beeinflussbar sind, und zwar an mehreren gleichzeitig mit viel Tempo.

Das bedeutet: Es braucht mehr geförderten Wohnraum, eine Wiederbelebung von gemeinnützigem, genossenschaftlichem Bauen, die Abschaffung von Indexmieten, eine Verschärfung der Mietpreisbremse und vieles mehr im Zusammenspiel. Sonst wird das Leben bei hohen Miet-, Energie- und Lebenshaltungskosten für viele Menschen immer beschwerlicher.

Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
Kommentare werden geladen
  Nach oben