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Die Maske gibt Sicherheit

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Verhaltenes Aufatmen auf der Schulbank: Was drei Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Neckarsulm zur Lockerung der Maskenpflicht im Unterricht sagen.

Von Linda Saxena

Diese Nachricht lässt viele Schüler und Lehrkräfte auf ein wenig Normalität hoffen: Das Land Baden-Württemberg will die Maskenpflicht an Schulen lockern. Voraussetzung dafür ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis unter 35 liegt und es an der Schule zwei Wochen lang keinen Corona-Ausbruch gab. Bereits bei einer Sieben-Tage Inzidenz von unter 50 soll die Maskenpflicht auf den Pausenhöfen abgeschafft werden.

Was denken die Schüler darüber? Geht mit den Lockerungen ein Aufatmen oder überwiegt die Skepsis? Wir haben Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Neckarsulm gefragt.

 


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Unsicher ohne Maske

Julius Förch
Fotos: Linda Saxena
Julius Förch Fotos: Linda Saxena  Foto: Linda Saxena

"Ich persönlich fühle mich unsicher, wenn die Maskenpflicht abgeschafft wird und die Klassenzimmer voll besetzt sind", sagt Annika Haußmann. "Wenn dort ein Corona-Fall auftritt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, sich anzustecken." Hinzu kommt, dass die Schüler in Fächern wie Französisch, Spanisch und Latein sowie in den Kursen der Oberstufe durchmischt werden. Ohne Maske erhöhe sich die Ansteckungsgefahr, sagt die Elftklässlerin.

Ähnlich sieht es Katarina Lomigora, wenngleich sie auch kritische Stimmen zur Maskenpflicht nachvollziehen kann: "Ich bin nicht der größte Fan der Maske, auf Dauer kann das echt nervig sein, gerade bei hohen Temperaturen und langen Schultagen." Dennoch sei sie dafür, weiterhin die Maske zu tragen, "um die gesamte Schülerschaft zu schützen", sagt die 16-Jährige. Auch Julius Förch (16) ist der Meinung, dass "wenn noch nicht alle geimpft sind, die Maske das beste Mittel ist."

Präsenzunterricht ist wichtig

Katarina Lomigora
Katarina Lomigora  Foto: Linda Saxena

Die drei Jugendlichen haben im vergangenen Jahr wie viele Schüler Homeschooling, Wechselunterricht und Präsenzlehre durchlaufen und sind zu dem Schluss gekommen: Präsenzlehre ist für alle Beteiligten einfach das Beste.

"Im Homeschooling ist die Lernmotivation gering", sagt Förch und ergänzt: "Wechselunterricht ist auch keine Lösung, der Fokus liegt dann auf den Schülern vor Ort." Außerdem wirke sich das Homeschooling "auf das Soziale und die Noten aus", bemerkt Katarina Lomigora. Damit der Unterricht wie gewohnt in der Schule stattfinden kann, nehmen die drei das Tragen der Maske in Kauf. Zu wertvoll ist die wiedergewonnene Freiheit des Präsenzunterrichts. "Jüngere Schüler können ihre Freunde vielleicht nur in der Schule sehen, weil sie daheim keine Gelegenheit dazu haben", sagt Haußmann. Und schließlich schreiben die beiden Schülerinnen im nächsten Jahr Abitur, da soll das letzte Schuljahr positiv in Erinnerung bleiben.

Keine Eile

Annika Haußmann
Annika Haußmann  Foto: Linda Saxena

"Die Lockerung der Maskenpflicht mag bei einer höheren Impfquote oder in einem Großraumbüro mit 20 Leuten funktionieren, an der Schule sind aber rund 800 Leute, die sich auf dem Gang begegnen," gibt die 16-jährige Haußmann zu Bedenken. "Anstatt nun eine übereilte Entscheidung zu treffen, sollte lieber eine sinnvolle Strategie für das nächste Schuljahr ausgearbeitet werden", meint die Schülerin.

Schulleiter Marco Haaf zeigt sich grundsätzlich positiv gestimmt und setzt Vertrauen in die Schüler. "Ich freue mich für alle Beteiligten", sagt er. Er hoffe, dass der Inzidenzwert weiterhin niedrig bleibe und das Vorhaben umgesetzt werden könne. Vor einer Rückkehr zur Maskenpflicht aufgrund einer möglichen Infektion an der Schule hat er keine Bedenken. "Das ist Glücksache, die meisten Infektionen geschehen im privaten Bereich", sagt er. In diesem Fall "setzten die meisten Schüler sowieso wieder ihre Maske auf", ist sich der Schulleiter sicher.

 


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