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Der sich aufbauende Fachkräftemangel wurde zu lange ignoriert

  
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Das Thema bricht nicht überraschend über Deutschland herein. Gesellschaft und Wirtschaft haben es verschleppt, meint unsere Autorin

  

Von düsteren Prognosen zu sprechen ist in Sachen Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche untertrieben. Schon seit Langem scheitern dauergestresste Pflegekräfte in Kliniken und Altenheimen zu häufig bei dem Versuch, wenigstens auf die grundlegenden Bedürfnisse der ihnen anvertrauten Menschen einzugehen. Nun baut sich das Problem auch immer deutlicher in Arztpraxen auf, berichten Mediziner aus der Region.


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Der Fachkräftemangel spitzt sich auch in der Region zu


Problem ist schon lange bekannt

Das alles bricht nicht überraschend über uns herein. Experten warnen seit Jahren vor einem Fachkräftemangel, der sich zwangsläufig aus der demographischen Entwicklung ergeben wird. Geschehen ist zu wenig. Mangelnde Vorausschau, eine kritisch-ablehnende Haltung gegenüber Migration, langwierige Prozesse bei Behördenentscheidungen und wenig Interesse an erfolgversprechenden Strategien zur Integration haben das verhindert.

Hunderttausende Menschen müssten jährlich einwandern, um den Rückgang an Erwerbstätigen auszugleichen. Zusätzlich braucht es die Rekrutierung neuer Gruppen für den Arbeitsmarkt: Frauen mit Migrationshintergrund, Ältere, Menschen mit Handicap. Die deutsche Gesellschaft wird sich dadurch verändern. Sie wird unbürokratischer, offener, digitaler werden. Dieser Prozess hätte schon vor Jahren beginnen müssen.

 

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