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Behörden müssen pragmatisch sein und Prioritäten bei der Flüchtlingsbetreuung setzen

  
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Wer Sozialleistungen bezieht, muss registriert sein. Doch Fingerabdrücke von Flüchtlingen kann man auch später noch scannen. Zuerst muss den Menschen geholfen werden. findet unsere Autorin.

  

Natürlich muss alles seine Ordnung haben. Jeder Vorgang nach Vorschrift, jeder Schritt in der richtigen Reihenfolge. Vor allem in den Behörden dieser Republik wird korrekt gearbeitet. Und das ist auch gut so.

Wer Sozialleistungen empfängt, muss zuvor seine Einkommensverhältnisse offenlegen und registriert sein, das gilt für Flüchtlinge ebenso wie für deutsche Staatsbürger. Anträge müssen geprüft werden, Unterlagen vollständig sein. Das kostet Zeit, die Verfahren sind aber nicht ohne Grund komplex: Es ist schließlich das Geld des Steuerzahlers, das hier ausgegeben wird.


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Aber unabhängig davon steht den Behörden der Pragmatismus, den sie derzeit an den Tag legen, gut zu Gesicht. Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen.

Die Flüchtlingszahlen sind nicht planbar. Deshalb ist es wichtig, gerüstet zu sein. Das heißt, Wohnraum zu haben, statt Fingerabdrücke zu scannen, Vorauszahlungen zu leisten, statt Daten zu speichern. Allerdings ist aufgeschoben nicht aufgehoben - wer hier lebt und unterstützt wird, muss auch registriert werden. Wenn nicht jetzt, dann später.

Trotzdem lässt der Fachkräftemangel den Behörden derzeit keine andere Wahl, als Aufgaben zu priorisieren und nach und nach abzuarbbeiten. Wichtig dabei bleibt: An erster Stelle kommt der Mensch, dann erst seine Akte.

 


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