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Die russischen Gas-Sanktionen bieten Anlass zur Sorge

Ganz so entspannt ist die Lage beim Gas nicht, meint unser Autor.

Christoph Donauer
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Lesezeit 1 Min
Untergrund-Gasspeicher
Blick auf eine Druckanzeige auf dem Gelände des Untergrund-Gasspeichers der VNG AG in Teutschenthal.  Foto: Christian Modla/dpa-Zentralbild/dpa

Wenn man den Ausführungen von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck lauscht, klingen die russischen Energie-Sanktionen nach einer Lappalie. Alles halb so wild, das Gas fließt im Großen und Ganzen weiter. Was nun wegfällt, will Habeck anderswo teurer einkaufen.

Ganz so entspannt ist die Lage allerdings nicht. Das Gas, das den Deutschen eine warme Wohnung im Winter garantieren soll, stammt weiterhin maßgeblich aus Russland. Die Einfuhren finanzieren Putins Krieg gegen die Ukraine. Eigentlich müsste dieses blutige Geschäft sofort beendet werden. Immerhin sind wir nun auf einem Weg, zumindest in einigen Monaten diesen Schritt verkraften zu können.

LNG-Terminals mögen eine Notlösung sein, erweisen dem Klimaschutz aber einen Bärendienst

Die Notlösung ist, reihenweise LNG-Terminals aus dem Boden zu stampfen. Für die Versorgungssicherheit ist das wohl die richtige Entscheidung. Dem Klimaschutz hat man dadurch aber einen Bärendienst getan. Nun rächt sich, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien jahrelang vertrödelt wurde.

Immer höhere Preise für Energie werden im Winter zu einem massiven Problem. Niemand kann so viel einsparen, dass der Preisanstieg von Strom und Gas kompensiert werden würde. 300 Euro werden das nicht abfedern. Die Bundesregierung muss sich schleunigst weitere Entlastungen einfallen lassen.

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