Diesel erreicht weiteres Allzeithoch – ADAC spricht von „Preisschock“ beim Tanken
Über Ostern ist keine Besserung bei den Spritpreisen in Sicht, im Gegenteil: Der ADAC spricht von einem „Preisschock“ an der Zapfsäule. Diesel erreicht sein fünftes Allzeithoch in Folge.
Seit dem 1. April greift in Deutschland die neue Tank-Regel: Tankstellen dürfen nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr, die Preise für Benzin und Diesel erhöhen. Doch statt Entlastung gibt es aktuell einen „Preisschock“ für Kunden, wie der ADAC berichtet. Die neue Regel sorgt für Preissprünge an den Tankstellen.
Am Karsamstag (4. April) erreichte der Diesel sein viertes Allzeithoch in Folge. Auch am Ostersonntag sind die Preise an den Tankstellen hoch. Wie Bild berichtet, soll in Eschborn (Hessen) die Drei-Euro-Marke geknackt worden sein: 3,169 Euro kostete demnach dort der Liter Diesel an einer Avia-Tankstelle um 12 Uhr, Super E5 lag bei 3,039 Euro. Nun bestätigt der ADAC: Ostersonntag hat der Dieselkraftstoff ein neues Allzeithoch erreicht – und damit das fünfte in Folge.
Fünftes Allzeithoch bei Diesel in Folge – Preise an den Tankstellen steigen weiter
An allen fünf Tagen nach der Einführung des sogenannten „Österreich-Modells“ hat der Dieselpreis im Tagesdurchschnitt ein neues Allzeithoch erreicht, berichtet der ADAC.
Am Karsamstag (4. April) kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 2,425 Euro und lag damit 3,4 Cent über dem Vortag. Der aus dem März 2022 stammende, bisherige Rekordwert wurde damit inzwischen um 10 Cent übertroffen. Auch Super E10 verteuerte sich weiter und erreichte mit 2,184 Euro je Liter den höchsten Stand des Jahres.
Wie der ADAC mitteilte, kostete Diesel am Ostersonntag im Tagesdurchschnitt dann noch mehr: 2,440 Euro pro Liter und damit 1,5 Cent mehr als am Tag zuvor. Der Anstieg bei Super E10 fiel mit 0,7 Cent moderater aus: 2,191 Euro pro Liter mussten Autofahrer für den Kraftstoff im Tagesdurchschnitt zahlen.
Preise für Diesel und Benzin steigen auch am Ostermontag weiter – keine Entspannung in Sicht
Am letzten Osterfeiertag nutzten die Mineralölkonzerne erneut die Mittagszeit für deutliche Aufschläge. Trotz eines steigenden Ölpreises fiel der Anstieg am Ostermontag aber geringer aus als zuvor: Der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 stieg um 6,6 Cent auf durchschnittlich 2,235 Euro. Auch Diesel legte um 6,6 Cent auf durchschnittlich 2,487 Euro zu.
Ein Blick auf den Ölmarkt gibt keine Hoffnung auf Entspannung: Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni stieg zum Wochenstart auf über 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das sind fast 40 Dollar mehr als vor Beginn des Krieges.
Neue Tank-Regel sorgt für Preissprünge um 12 Uhr – ADAC geht von „Risikozuschlag“ aus
Der ADAC geht davon aus, dass die Mineralölkonzerne aktuell bei den einmal täglichen Erhöhungen einen „Risikozuschlag“ auf den Diesel- und Benzinpreis schlagen. Der Aral-Chef wehrt sich gegen Abzock-Vorwürfe: Der Staat nehme sich etwa 60 Prozent vom Benzinpreis sowie rund 50 Prozent vom Dieselpreis.
Laut ADAC lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Super E10 am Ostersonntag (5. April) um 11:45 Uhr noch bei 2,168 Euro. Um 12:15 Uhr stieg der durchschnittliche Literpreis für Super E10 auf 2,239 Euro pro Liter und damit um 7,1 Cent. Diesel war noch stärker betroffen und stieg durchschnittlich um 7,3 Cent von 2,415 Euro pro Liter auf 2,488 Euro.

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