Stimme+
Husten, Schnupfen, Heiserkeit
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Erkältungssaison im vollen Gange: So sinnvoll ist eine Grippe-Impfung

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Immer mehr Menschen bleiben derzeit krank zu Hause. Kann da eine Impfung gegen Grippe schützen? Alle Infos zu Wirksamkeit, Zeitpunkt und Nebenwirkungen im Überblick.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Im Winter rollt traditionell die Grippewelle über Deutschland. Wenn sich zahlreiche Bürger mit Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen plagen, fragen sich viele, ob eine Grippeimpfung sinnvoll sein kann, um sich zu schützen. Doch wann ist der beste Zeitpunkt für den Pieks und wie sinnvoll ist der Impfschutz auch für junge Menschen?

Erkältungswelle rollt: Für wen ist eine Impfung gegen Grippe sinnvoll?

Die Symptome einer Grippeerkrankung unterscheiden sich kaum von denen einer Erkältung. Dennoch ist der Verlauf ein anderer: Die Symptome treten plötzlich und heftig auf und können sich länger hinziehen als bei einer Erkältung. Die Influenza-Wellen würden jede Saison unterschiedlich verlaufen, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Auswirkungen seien mehrere Millionen Krankschreibungen in Deutschland wegen Infektionen.

Eine Grippe kann im Zweifel gefährlich werden – auch für junge Menschen ohne Vorerkrankungen, erklärt Professor Jörg Schlaak, Internist und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am AMEOS Klinikum in Oberhausen, im Podcast "Zehn Minuten Alltagswissen". Kritisch werde es, wenn junge Menschen eine Vorerkrankung haben und Medikamente nehmen müssen, die das Immunsystem unterdrücken, oder sie von Haus aus ein geschwächtes Immunsystem haben. 

Prinzipiell sollten sich ältere Menschen ab 60 Jahren gegen Grippe impfen lassen, rät das RKI. Auch Schwangere, Erzieher oder chronisch Kranke sollten eine Impfung in Erwägung ziehen, um sich zu schützen. Wie eine Studie kürzlich belegt hat, sind seit 2022 immer mehr Deutsche häufiger und länger krank.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Grippeimpfung?

Den besten Zeitpunkt, um sich gegen Grippe impfen zu lassen, könne man klar eingrenzen: Ab Beginn der Wintermonate. Die Grippesaison beginne in Deutschland von Oktober bis Dezember, erklärt Schlaak. "Und dann sollte man sich auch impfen lassen."

Das RKI rät, die Grippe-Impfung jährlich auffrischen zu lassen, da der Impfstoff immer wieder an die im kommenden Jahr erwarteten Virusvarianten angepasst werde. Die Einschätzung, welche Variante am wahrscheinlichsten auftreten wird, trifft die Weltgesundheitsorganisation WHO. Entsprechend ist es möglich, dass die Wirksamkeit nicht immer vollständig erreicht werden kann, merkt das RKI an: "Die Wirksamkeit der Impfstoffe ist davon abhängig, wie gut die Antigene im Impfstoff zu den zirkulierenden Virusvarianten passt", heißt es weiter.

Welche Nebenwirkungen drohen bei einer Grippeimpfung?

Zu beachten ist, dass nach einer Grippe-Impfung Nebenwirkungen auftreten können. Diese reichen laut RKI von kurzzeitigen Schmerzen an der Einstichstelle bis hin zu Erkältungsreaktionen. Die Beschwerden würden in der Regel nach wenigen Tagen abklingen. 

Schwere Nebenwirkungen würden bei der Grippe-Impfung "sehr selten" auftreten. In solchen Fällen sollte man einen Arzt aufsuchen. 

Nach oben  Nach oben