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Reisewarnungen wegen Iran-Krieg: So ist die Lage in Zypern, Griechenland und Türkei

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In mehreren Ländern gibt es aufgrund des Iran-Kriegs eine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt. EU-Länder sind nicht darunter. Allerdings: Relevante Sicherheitshinweise gibt es für Zypern und die Türkei. 


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Der Iran-Krieg und der Konflikt im Nahen und Mittleren Osten sorgen nicht nur für Ärger an den Tankstellen aufgrund von hohen Spritpreisen, sondern auch für Verunsicherungen bei Reisenden. In Zypern hat es bereits Anfang März einen Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt gegeben. Manche Urlauber machen sich Sorgen mit Blick auf Griechenland – auch auf Kreta gibt es einen US-Stützpunkt. Welche Reisewarnungen gibt es aktuell aufgrund des Iran-Kriegs? 

Auswärtiges Amt mit weltweitem Sicherheitshinweis wegen Iran-Krieg

Erst vor wenigen Tagen hat der oberste Militärsprecher des Irans, Abolfazl Schekarchi, gewarnt, dass Freizeitparks, Erholungsgebiete und Touristengebiete nicht länger vor iranischen Anschlägen sicher seien. Das Auswärtige Amt weist angesichts der Eskalation im Nahen und Mittleren Osten weltweit generell auf „eine erhöhte abstrakte Gefährdung für terroristische Anschläge und Entführungen“ hin. 

Generell heißt es in dem Sicherheitshinweis: „Im Fokus stehen vor allem israelische, jüdische und US-amerikanische Personen und Einrichtungen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass auch deutsche Staatsangehörige oder deutsche Einrichtungen im Ausland Opfer beziehungsweise Ziel terroristischer Gewaltakte werden.“ 

Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass sich der Grad der terroristischen Bedrohungen von Land zu Land unterscheidet. Faktoren wie Sicherheitsvorkehrungen vor Ort spielen eine Rolle. Für manche Regionen sind auch konkrete Warnungen ausgesprochen worden. 

Reisehinweise, Sicherheitshinweise und Reisewarnungen: Was ist der Unterschied?

  • Reisehinweise enthalten Informationen zu zahlreichen Themen, die bereits während der Vorbereitung einer Auslandreise relevant sein können – wie etwa Einreisebestimmungen.
  • Sicherheitshinweise machen auf besondere Risiken für Reisende und im Ausland lebende Deutsche aufmerksam. Dies kann beinhalten, dass das Auswärtige Amt von Reisen in ein Land abrät. 
  • Reisewarnungen enthalten einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder eine Region zu unterlassen. Sie werden in der Regel dann ausgesprochen, wenn allen Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Deutsche, die sich in diesem Land aufhalten, werden gegebenenfalls zur Ausreise aufgefordert.

Reisewarnungen wegen Iran-Krieg – diese Länder sind betroffen

Aktuell gibt es für 53 Länder Reisewarnungen oder Teilreisewarnungen (Stand: 27. März). Darunter befindet sich kein EU-Land. Eine Teilreisewarnung gibt es aufgrund des Iran-Kriegs etwa für das beliebte Urlaubsland Ägypten. Dort schließen zudem aktuell Geschäfte früher

Ausdrücklich gewarnt wird vor allen Reisen in die folgenden Staaten und Gebiete aufgrund des Iran-Kriegs: Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Jemen.

US-Stützpunkte als Risiko – Sicherheitshinweis bislang nur für Zypern

Und was hat es mit Zypern und Griechenland auf sich? Eine Reisewarnung gibt es für beide Länder vonseiten des Auswärtigen Amtes nicht. Allerdings: Für Zypern gibt es einen Sicherheitshinweis. „Nach einem Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri am 2. März 2026 können weitere sicherheitsrelevante Vorfälle nicht ausgeschlossen werden“, heißt es vonseiten des Auswärtigen Amtes zu Zypern.

Unter Urlaubern gibt es Bedenken mit Blick auf Kreta in Griechenland. Denn auch in Souda Bay befindet sich ein Stützpunkt der US-Marine. Auf Nachfrage der Heilbronner Stimme erklärt das Auswärtige Amt: Die Bedrohungslage durch den Konflikt werde „sehr genau“ beobachtet.

„Die Reise- und Sicherheitshinweise werden fortlaufend aktualisiert und beruhen auf den zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbaren Informationen“, heißt es. Ein Krisenstab befasse sich „lageabhängig mit den Entwicklungen in der Region und deren Auswirkungen auf die Sicherheit deutscher Staatsangehöriger“. Wer zeitnah in den Urlaub fliegt, sollte sich also kurz vor dem Start auf der Webseite des Auswärtigen Amtes über die aktuellen Hinweise informieren. 

Grenzgebiete der Türkei meiden: Sicherheitshinweis gilt für mehrere Provinzen

Für die Türkei gibt es keine allgemeine Reisewarnung. Allerdings wird von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Iran, Irak und Syrien in den Provinzen Agrı, Igdır, Van, Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri abgeraten. Außerdem heißt es mit Blick auf die Sicherheit: „In allen Teilen der Türkei muss zudem grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden“. 

Sicherheitshinweis für Zypern und die Türkei – was das Auswärtige Amt Reisenden rät 

Speziell für Zypern und die Türkei rät das Auswärtige Amt: 

  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Meiden Sie die Nähe von Militäreinrichtungen.
  • Seien Sie sich des erhöhten Risikos im Umfeld US-amerikanischer Einrichtungen im Kontext des militärischen Konflikts zwischen Iran und den USA bewusst und meiden Sie diese möglichst weiträumig.
  • Kontaktieren Sie bei Fragen zu gebuchten Flügen Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter.
  • Generell wird allen Reisenden weltweit empfohlen, sich auf die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen und die dort hinterlegten Daten regelmäßig zu aktualisieren.

Weitere Entwicklung der Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten nicht vorhersehbar

Das Auswärtige Amt erklärt zum Hintergrund der Sicherheitshinweise in der Türkei und auf Zypern: Seit dem 28. Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele im Iran durch. In Reaktion darauf erfolgen Luftangriffe aus dem Iran auf zahlreiche Ziele in der Region. Die Lufträume mehrerer Staaten wurden gesperrt; weitere Luftraumsperrungen bleiben möglich. So saßen etwa Heilbronner wegen des Iran-Kriegs in Malaysia fest

Zahlreiche Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb in der Region eingestellt oder stark eingeschränkt. Auch wenn einige Staaten ihre Lufträume inzwischen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für ein eingeschränktes Flugangebot wieder geöffnet haben, kann die weitere Entwicklung der Sicherheitslage in der Region nicht vorhergesagt werden. 

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