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Fahrbericht

Dynamischer, digitaler und effizienter: So fährt sich der neue Audi Q3

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Der Audi Q3 ist eines der wichtigsten Modelle für Audi. Nicht nur beim Design, auch technisch hat die neue Generation des Kompakt-SUVs einen riesigen Sprung gemacht. Wir konnten den Q3 ausgiebig erfahren.

Das Design des neuen Q3 ist schnittiger als beim Vorgänger. In der Länge hat deas Kompakt-SUV um vier Zentimeter zugelegt auf nunmehr 4,53 Meter.
Das Design des neuen Q3 ist schnittiger als beim Vorgänger. In der Länge hat deas Kompakt-SUV um vier Zentimeter zugelegt auf nunmehr 4,53 Meter.  Foto: Audi

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Bei Audi erwartet man angesichts der schwierigen Situation in den großen Märkten China und den USA erneut ein herausforderndes Jahr. Beim Absatz erwartet die VW-Tochter für 2026 etwa 1,65 bis 1,75 Millionen Einheiten. Modelle wie der Q3 würden gut angenommen, auch bei den E-Autos sei „der Bestelleingang zufriedenstellend“, heißt es aus Konzernzentrale in Ingolstadt. Apropos Q3: Das Kompakt-SUV ist neben dem größeren Q5 eines der wichtigsten Modelle für Audi. Nach A5 und A6 aus Neckarsulm und dem Q5 aus Mexiko hat der neue Q3 (ab 44.600 Euro) die erste Welle der neuen Verbrenner im Zeichen der vier Ringe vervollständigt. Was kann die neue Q3-Generation?

Audi Q3: Design macht einen riesigen Sprung im Vergleich zum Vorgänger

„Mit weltweit insgesamt mehr als zwei Millionen verkauften Fahrzeugen seit Einführung der ersten Generation ist der Audi Q3 eines unserer absatzstärksten Modelle und hat einen hohen Stellenwert im Produktportfolio“, sagt Audi-Chef Gernot Döllner. „Mit der dritten Generation des Audi Q3 erneuern wir im Rahmen unserer Produktoffensive eine wichtige Modellfamilie.“ Das Format ist weitestgehend gleich geblieben. Nur in der Länge hat der neue Q3 um vier Zentimeter zugelegt auf nunmehr 4,53 Meter. Breite (1,86 Meter) und Höhe (1,58 Meter) sind identisch zum Vorgänger. Wenn man sich so die ganzen Audi-Neuheiten anschaut, hat der Q3 sicher mit den größten Sprung im Vergleich zum Vorgängermodell gemacht.

Besonders markant an der Front sind der breite Kühlergrill sowie die flachen Scheinwerfer für das LED-Tagfahrlicht. Dazu gibt es eine knackige Seitenlinie, die dank der Dachreling nach hinten abzufallen scheint. Bullig ist das Heck mit markantem Diffusor, beleuchteten Audi-Ringen, durchgängigem Leuchtenband, OLED-Heckleuchten sowie rechts und links einer zusätzlichen, L-förmigen Bremsleuchte, wie sie auch beim A6 zum Einsatz kommt. Dazu gibt es Räder in den Größen von 17 bis 20 Zoll, die 19- und 20-Zöller kommen von der Tochterfirma Audi Sport GmbH, die ihren Sitz in Neckarsulm hat.

Mit dem Audi Q3 kommt erstmals die neue Mikro LED-Technologie zum Einsatz

Apropos Licht: Hier führt das Team um Licht-Chef Stephan Berlitz mit der dritten Generation des Q3 an der Front eine Neuheit ein: die Mikro LED-Technologie. Auf dem jeweils rund 13 Millimeter breiten Modul befinden sich 25.600 Mikro-LEDs. Jedes einzelne ist rund 40 Mikrometer groß – also etwa halb so stark wie ein menschliches Haar. Kaum vorstellbar, aber gerade in der Nacht soll die Technik für eine deutlich bessere Ausleuchtung als je zuvor sorgen.

Audi nennt es Digital Stage: Der Fahrer blickt auf ein 11,9 Zoll großes Kombiinstrument, das fließend in einen gewölbten 12,8-Zoll-Touchscreen übergeht.
Audi nennt es Digital Stage: Der Fahrer blickt auf ein 11,9 Zoll großes Kombiinstrument, das fließend in einen gewölbten 12,8-Zoll-Touchscreen übergeht.  Foto: Audi

Innen gibt es zwei große Bildschirme und besser Materialien beim Audi Q3

Innen blieb ebenfalls kein Stein auf dem anderen. Materialanmutung und Verarbeitung wirken bei der ersten Sitzprobe eine Klasse besser als zuvor. Herkömmliche Schalter hat Audi weitestgehend verbannt, analoge Anzeigen sowieso. Das mit den Schaltern wird nicht jedem gefallen. Die sogenannte Digital Stage fügt sich aber gut ins Cockpit ein. Der Fahrer blickt auf ein 11,9 Zoll großes Kombiinstrument, das fließend in einen gewölbten 12,8-Zoll-Touchscreen übergeht. Über ihn lassen sich alle wichtigen Funktionen bedienen.

Der Wahlhebel für das Automatikgetriebe ist ans Lenkrad gewandert, das schafft mehr Platz in der Mittelkonsole. „Mir ist kalt.“ „Öffne das Fenster auf der Beifahrerseite.“ „Spiele Radioton.“ Die Sprachbedienung macht beim ersten Funktionstest einen fehlerfreien Eindruck. Für Musikliebhaber gibt es optional ein Soundsystem von Sonos mit zwölf Lautsprechern und 420 Watt Leistung.

Luggage compartment,
Colour: Sage green
Luggage compartment, Colour: Sage green  Foto: Audi

Audi Q3 – breite Spreizung zwischen Komfort und Fahrdynamik

Und wie er sich fährt? Für die Abstimmung des Fahrwerks haben die Ingenieure viel Zeit investiert, der Q3 bietet eine breite Spreizung - je nach Fahrwerk und optionalen Systemen. Insgesamte bietet das kompakte Audi-SUV ein ausgewogenes, komfortables Fahrerlebnis. Das Serien-Fahrwerk schluckt Unebenheiten gut, während optionale adaptive Dämpfer oder das optionale Sportfahrwerk die Dynamik steigern. Auffällig ist die aufwendige Dämmung, sie sorgt für einen extrem leisen Innenraum. Zusammen mit der präzisen Lenkung und viel Platz auf allen Plätzen, nun auch deutlich mehr auf der Rückbank, sorgt das für einen hohen Langstreckenkomfort.

Praktisch ist, dass sich die Rückbank verschieben lässt. So lässt sich das Kofferraumvolumen zügig von 488 auf 575 Liter erweitern. Bei umgelegter Rückbank bietet das Gepäckabteil bis zu 1386 Liter. Zudem kann der Q3 bis zu 2,1 Tonnen Gewicht an den Haken nehmen.

150 PS starker Diesel Audi Q3 kommt im Schnitt mit 5,5 Litern aus

Beim Antrieb haben die Käufer aktuell die Wahl zwischen drei Benzinern, zwei Diesel und einem Plug-in-Hybrid.  Wir sind mit dem kleineren der beiden Diesel unterwegs gewesen. Der 2,0 TDI ist ein Vierzylinder mit 110 kW/150 PS und maximal 360 Newtonmeter Drehmoment, er kostet ab 46.900 Euro. Der Fronttriebler ist keine Ausgeburt an Sportlichkeit, mitunter ist er auch etwas brummig beim Beschleunigen. Seine Stärken spielt der Selbstzünder in Sachen Effizienz aus. Wer den Wagen auf der Autobahn gemütlich rollen lässt, drückt den verbrauch sogar unter fünf Liter. Bei gemischter Fahrweise auf Autobahnen, Landstraßen und in der Stadt notierten wir am Testende einen Schnitt von 5,5 Litern (146 g/km).

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