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Motiv für Brandstiftung in Eppingen-Mühlbach: Kind wollte Löscharbeiten sehen

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Ein 13 Jahre alter Junge hat nach Angaben der Polizei eingeräumt, Ende vergangenen Jahres zehn Brände in Eppingen-Mühlbach gelegt zu haben. Im Ort herrscht Erleichterung.


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Ein strafunmündiges Kind steht im Verdacht, für eine Brandserie im Eppinger Teilort Mühlbach im November und Dezember vergangenen Jahres verantwortlich zu sein. Das teilten die Heilbronner Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Demnach räumte es ein, die Brände gelegt zu haben.

Brandserie in Eppingen-Mühlbach aufgeklärt: Kind räumt ein, Feuer gelegt zu haben

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 13 Jahre alten Jungen. Details nannte die Behörde „zum Schutz des Kindes“ nicht. Auch eine Nachfrage zur Nationalität des Jungen ließen Polizei und Staatsanwaltschaft unbeantwortet. Wie es in der gemeinsamen Pressemitteilung heißt, sei das Kind am Dienstag, 18. Februar, von Ermittlern im Beisein seiner Eltern angehört worden.

Mareike Hafendörfer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, teilt mit, sein Motiv sei Interesse an den Löscharbeiten der Feuerwehr gewesen, die es habe sehen wollen.

Mühlbachs Ortsvorsteher Jörg Fundis zur Aufklärung der Brandserie: „Es ist ein beruhigendes Signal“

Die zehn Brände, die der Junge gelegt haben soll, ereigneten sich alle in einem Umkreis von etwa einem Quadratkilometer in Mühlbach, insbesondere am Ortsrand und im Bereich des Mühlbacher Sees. Vor allem Holzstapel entzündete der mutmaßliche Täter, aber auch Mülleimer. Auch der Brand einer Thuja-Hecke, die an einem Wohnhaus angrenzte, soll auf sein Konto gehen. Der betroffene Hauseigentümer in der Weilerstraße, Dieter Walz, sagt am Freitag zum Ermittlungserfolg der Polizei, dass man nun keine Angst mehr zu haben brauche. Das Feuer hatte seiner Familie auch psychisch sehr zu schaffen gemacht.

4Auch Jörg Fundis, Ortsvorsteher von Mühlbach, äußert sich erleichtert. Das Ergebnis der Ermittlungsgruppe Lichtenberg „ist ein beruhigendes Signal“. Die Brandstiftungen hätten die Menschen sehr beunruhigt.

Scheunenbrand mit Millionenschaden soll nicht zur Serie an Brandstiftungen gehören

Nach Angaben der Polizei war bei der Brandserie ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro entstanden. Da das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet habe, sei es nach deutschem Recht strafunmündig, erklärt die Staatsanwaltschaft. Wie in solchen Fällen üblich, sei das Jugendamt involviert, so ein Sprecher der Polizei.

Ein Scheunenbrand in der Schalksgasse am 16. Dezember, bei dem ein Schaden in Höhe von rund einer Million Euro entstand, gehört nach Erkenntnissen der Ermittler nicht zur Brandserie. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern laut Polizei weiter an.

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