Würth investiert bis zu 70 Millionen: Hotelteam und Tourismus begrüßen Pläne in Friedrichsruhe
Nachdem Hoteldirektor Rolf E. Brönnimann Investitionen von 50 bis 70 Millionen Euro angekündigt hat, gibt es erste Stimmen zu den Plänen der Würth-Gruppe für das Wald- und Schlosshotel in Friedrichsruhe.
Wie geht es weiter im Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe? Beim Besuch von Tourismusstaatssekretär Dr. Patrick Rapp hatte Hoteldirektor Rolf E. Brönnimann angekündigt, dass die Würth-Gruppe plane, zwischen 50 und 70 Millionen in ihr Fünf-Sterne-Superior-Haus zu investieren. Wohin genau diese Mittel fließen? Konkret wurde Brönnimann da nicht, man sei noch am Anfang der Planungen. Allerdings solle die Zimmerzahl mit 105 bis 110 fast verdoppelt werden. Die Waldschenke werde abgerissen, Sanierungen der denkmalgeschützten Gebäude seien geplant. Alles mit dem Ziel, wirtschaftlicher zu werden. Denn sowohl die Auslastung als auch die Verweildauer der Gäste sei zu niedrig.
Team des Wald- und Schlosshotels blicke zuversichtlich auf die Neuerungen
„Als Team begrüßen wir Investitionen, die unser Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe zukunftsfähig machen und neue Perspektiven eröffnen“, teilt Amelie Mayer, Marketing-, PR- und Verkaufsleitung des Hotels, auf Nachfrage unserer Redaktion am Freitag mit. „Unsere Mitarbeitenden blicken den geplanten Veränderungen mit Zuversicht entgegen und freuen sich darauf, diesen spannenden Weg aktiv mitzugestalten“, betont sie. Die Würth-Gruppe selbst konnte am Freitag noch keine weiteren Details benennen, vertröstete auf die kommende Woche.

Hohenloher Perlen werten Würth-Investition als „hervorragende Nachricht“
Auch andere Stimmen, etwa von der Touristikgemeinschaft Hohenlohe oder dem Tourismus-Verband Tourimia, blieben aus. Zu wenig sei bislang bekannt, um darüber zu spekulieren, wie sich die Großinvestition im Tourismus auswirken werde. Anders die sogenannten „Hohenloher Perlen“, der touristische Zusammenschluss von Öhringen, Pfedelbach, Bretzfeld und Zweiflingen. „Die geplante Erweiterung und Renovierung des Wald- und Schlosshotels in Zweiflingen ist eine hervorragende Nachricht für den Tourismus in der Region“, sagt Svenja Lipp von der Geschäftsstelle der Hohenloher Perlen.
„Ein solches Engagement zeigt ein deutliches Vertrauen in die Region und in unsere Tourismusarbeit.“ Von den Maßnahmen verspreche man sich nicht nur eine Steigerung von Qualität und Komfort, sondern auch der Attraktivität Hohenlohes als Reiseziel, so Lipp weiter. „Es wird eine größere Zielgruppe angesprochen, die durchaus dazu bereit ist, eine längere Anreise auf sich zu nehmen, um eine Auszeit in dem renommierten Fünf-Sterne-Superior-Hotels zu nehmen. In Kombination mit der touristischen Angebotsvielfalt bei den Hohenloher Perlen bietet dies die perfekte Ausgangslage für einen längeren Aufenthalt zum Staunen, Erleben und Genießen.“
Millionen-Investition von Würth: Auch Golfclub Heilbronn Hohenlohe sieht positive Effekte
Auch beim Golfclub Heilbronn Hohenlohe herrscht Freude über das angekündigte Investment der Firma Würth. „Damit ist eine weitere Attraktivitätssteigerung des Standortes Friedrichsruhe verbunden, die sich auch auf den Golfclub positiv auswirken dürfte“, sagt Golfclub-Präsident Dr. Bruno Fergen. Gleiches gelte dabei auch im umgekehrten Sinne. Denn Investitionen in die Qualität der Golfanlage wirkten sich ebenso positiv auf das Hotel aus, betont er. „Es ist gut, wenn beide - Hotel und Golfclub - von diesen Synergien profitieren können.“
Neuausrichtung im Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe hatte sich angedeutet
Die Neuausrichtung und Modernisierung des Hotels ist eine logische Folge der Personalie Rolf E. Brönnimann, der vor etwas mehr als einem Jahr den Posten als Direktor übernommen hat. Der 69-Jährige war als Berater an der Planung vieler Hotelbauten beteiligt, hat sich als Hotelentwickler und Präsident der Schweizer Hotelvereinigung und Marketing-Organisation Private Selection Hotels & Tours einen Namen gemacht. Schon kurz nach seinem Antritt in Friedrichsruhe nahm er kein Blatt vor den Mund, wünschte sich einen dritten Stern von Küchenchef Boris Rommel und sprach davon, ein größeres, jüngeres und vielseitigeres Publikum ansprechen zu wollen. Schon damals hatte sich angedeutet, dass der Betrieb auf größere Veränderungen zusteuert.
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