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Volksbank Hohenlohe kappt komplettes mobiles Filialnetz

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Die letzten fünf Standorte des Voba-Mobils wurden jetzt gestrichen. Die Zahl der Geschäftsstellen im Verbreitungsgebiet der Volksbank Hohenlohe ist damit in zehn Jahren von 49 auf 16 gesunken.


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Die Volksbank Hohenlohe hat ihr mobiles Filialnetz komplett gekappt. Auch die letzten fünf Standorte, an denen zu bestimmten Zeiten das Voba-Mobil anrollte, wurden gestrichen. „Der Betrieb wird zum 29. August 2025 eingestellt“, bestätigt die Bankspitze auf Stimme-Anfrage.

Volksbank Hohenlohe stellt mobiles Filialnetz ein: „Deutlich verändertes Nutzungsverhalten“

Der Grund für diese Entscheidung sei „das deutlich veränderte Nutzungsverhalten“. Sprich: „Immer weniger Kunden nutzen die mobile Geschäftsstelle regelmäßig, und auch die Zahl der Transaktionen ist kontinuierlich zurückgegangen“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung.

Das Voba-Mobil war seit Frühjahr 2016 im Einsatz. Die rollende Geschäftsstelle war ein Ersatz für Orte, in denen stationäre Filialen geschlossen wurden.
Das Voba-Mobil war seit Frühjahr 2016 im Einsatz. Die rollende Geschäftsstelle war ein Ersatz für Orte, in denen stationäre Filialen geschlossen wurden.  Foto: privat

Vorstandsvorsitzender Dieter Karle präzisiert: „Wir haben in den vergangenen Jahren eine klare Entwicklung festgestellt: Unsere Kunden setzen zunehmend auf digitale Services, Online-Banking sowie kontaktlose Bezahlmöglichkeiten. Gleichzeitig werden die Beratungsangebote in unseren Filialen sowie unsere digitalen Kanäle deutlich stärker genutzt als die mobile Geschäftsstelle.“

Rollende Filiale seit 2016 im Einsatz – Angebot wurde schrittweise reduziert

Das Voba-Mobil war seit Frühjahr 2016 zunächst in zwölf Dörfern im Einsatz. Es fuhr Orte an, in denen stationäre Filialen geschlossen worden waren, die vorher ihrerseits kaum noch genutzt wurden. Das Gefährt war eine Spezialanfertigung: Geldautomat und Drucker, Bedienungstheke und Besprechungstrakt inklusive.  Auf Achse konnten so Standard-Dienstleistungen erbracht werden, wie sie für die Filialen typisch waren. Dafür wurden die Öffnungszeiten – in diesem Fall Standzeiten – stark gekürzt.

Im Laufe der Jahre zeigte sich: Auch die rollende Filiale wird vielerorts nicht so stark frequentiert, um das Angebot großflächig aufrechtzuerhalten. 2021 war die Zahl der Anlaufstellen auf neun geschrumpft, im März 2022 wurden vier weitere mobile Servicestellen gestrichen, sodass zuletzt noch fünf betrieben wurden: Berlichingen, Kocherstetten, Schloß Stetten, Langenbeutingen und Ruppertshofen. Auch diese Anlaufpunkte sind nun weg – und somit alle.

Filialnetz der Volksbank Hohenlohe in zehn Jahren drastisch geschrumpft

Die Ausdünnung des Filialnetzes in den vergangenen zehn Jahren geht also unvermindert weiter. 2015 zählte die Volksbank Hohenlohe noch 49 stationäre Geschäftsstellen. Ab April 2016 wurden zwölf in mobile Filialen umgewandelt. Ab April 2020 sank die Zahl der Geschäftsstellen auf 34, davon waren 21 stationär und 13 mobil. Drei Jahre später hatte die Volksbank Hohenlohe nur noch 26 Geschäftsstellen: 17 stationär und neun mobil. 


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Im April 2025 zählte sie noch 21 Geschäftsstellen, wovon 16 stationär und nur noch fünf mobil waren. Ab 29. August 2025 sind es insgesamt nur noch stationäre 16 Filialen, die mit Personal bestückt sind. Hinzu kommen fünf Selbstbedienungsfilialen (SB). Die Zahl der drei Hauptstellen in Gerabronn, Künzelsau und Öhringen wurde in all den Jahren nie angetastet.    

Was bietet die Bank als Ausgleich? 

„Selbstverständlich stehen unseren Mitgliedern und Kunden weiterhin alle anderen Service- und Beratungswege wie gewohnt zur Verfügung – ob in den Filialen, telefonisch oder digital“, heißt es weiter in der Mitteilung der Volksbank Hohenlohe. Die entsprechenden Angebote würden „kontinuierlich weiterentwickelt“.

Als jüngstes Beispiel für die Erweiterung von Servicezeiten genannt wird die Einführung einer „Bänking-Box“ in Öhringen, Dörzbach und Kirchberg als „erste Bank in der Region“. Außerdem ist man zuletzt immer stärker dazu übergegangen, einfache Banktätigkeiten zu automatisieren und Standardgeschäfte über den rund um die Uhr erreichbaren 24/7-Servicecenter abzuwickeln. 

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