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Polizei warnt Familie in Öhringen vor pädophilem Nachbarn 

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Die Polizei warnt eine Mutter in Öhringen: Ihr Nachbar sei ein verurteilter Pädophiler und habe ein Auge auf die kleine Tochter geworfen. Wie die Familie damit umgeht. 


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Budimir Jovancovic ist besorgt. Seine Tochter lebt mit ihrer jungen Familie in einer Wohnung auf der Büttelbronner Höhe, einem Wohnbau-Schwerpunkt in Öhringen. Sie sind vor nicht allzu langer Zeit dorthin gezogen. Doch nun sucht die Familie dringend eine neue Bleibe. Denn: Die Polizei hat sie vor einem Pädophilen gewarnt, der in der Nachbarschaft lebt.

Budimir Jovancovic berichtet für seine Tochter: Die Polizei habe Kontakt mit seiner Tochter aufgenommen. Ihr sei  gesagt worden, dass in der Nachbarschaft ein Mann wohne, der wegen Pädophilie eine fünfjährige Haftstrafe verbüßt habe und nun in der Nähe wohne. Er sei rückfallgefährdet, erklärte die Beamtin der Familie.

Öhringer Familie in Sorge wegen Pädophilem in der Nachbarschaft

Kurz nach dem Gespräch sei der Mann vier Wochen weg gewesen. „Vermutlich in einer Therapie-Einrichtung“, sagt Jovancovic. Er und seine Familie sind sehr beunruhigt. Da sein Schwiegersohn häufig beruflich unterwegs sei, habe die Tochter mit dem Schulkind und dem wenige Monate alten Baby bei ihm gewohnt. Das sei aber keine dauerhafte Lösung.

In Öhringen wurde eine Familie vor einem Pädophilen in der Nachbarschaft gewarnt.
In Öhringen wurde eine Familie vor einem Pädophilen in der Nachbarschaft gewarnt.  Foto: Götz Greiner

Als seine Tochter zurück in der Wohnung war, habe sie sich beobachtet gefühlt. Das Gefühl bestätigte sich. Der Mann habe von ihrer Tochter gesprochen, wurde ihr gesagt. Das Jugendamt habe ebenfalls mit ihr Kontakt aufgenommen. Die junge Familie sucht nun eine neue Wohnung.

Prävention ist gut. Aber warnt die Polizei tatsächlich vor Menschen, die ihre Strafen verbüßt haben? Lässt das Datenschutzgesetz das zu? Dient so ein Vorgehen der Resozialisierung?

Rückfallgefährdete Straftäter: Programm GZS KURS soll Taten verhindern

Tatsächlich werde vor rückfallgefährdeten Menschen gewarnt, erklärt Petra Rutz, Sprecherin der Polizeidirektion Heilbronn. Und zwar im Rahmen des Programmes GZS KURS, der Kurzform von Gemeinsame Zentralstelle Konzeption zum Umgang mit besonders rückfallgefährdeten Sexualstraftäterinnen und Sexualstraftätern: „Das sieht vor, dass bei rückfallgefährdeten Straftätern solche Maßnahmen ergriffen werden“, erklärt sie. „Da gibt es genaue Vorschriften dafür.“ Sie verweist an die Landespolizeidirektion. 


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Einer der Sprecher der Landespolizeidirektion Stuttgart ist Jürgen Glodek. Er kennt sich mit GZS KURS sehr gut aus, hat einige Jahre in der Einheit, die 2010 gegründet worden ist, mitgearbeitet. Und zwar als stellvertretender Leiter von GZS KURS. Leiter war damals Frank Spitzmüller, heute Präsident vom Präsidium Heilbronn.

Unter Führung des Landeskriminalamtes sei GZS KURS in Zusammenarbeit mit der Generalstaatsanwaltschaft und dem Sozialministerium entwickelt worden. Glodek erklärt: Die Betreuung in KURS ist ein Zusammenspiel mehrerer Stellen. Involviert sind auch Menschen aus der forensischen Psychiatrie.

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