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Wer zieht ins Pfedelbacher Rathaus? Wissenswertes vor der Stichwahl am 29. März

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Im ersten Wahlgang wurde nicht entschieden, wer in Pfedelbach die Nachfolge von Torsten Kunkel antritt. Es kommt zur Stichwahl. Acht wissenswerte Fakten vor der Abstimmung.  

Bürgermeister Torsten Kunkel (Mitte) verkündet am Sonntagabend, dass Ina Krone und Jens Müller in die Stichwahl gehen.
Bürgermeister Torsten Kunkel (Mitte) verkündet am Sonntagabend, dass Ina Krone und Jens Müller in die Stichwahl gehen.  Foto: Yvonne Tscherwitschke

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Nach der Wahl ist in Pfedelbach (Hohenlohekreis) vor der Wahl: Da keiner der vier Bewerber um die Nachfolge von Torsten Kunkel die absolute Mehrheit erreicht hat, werden die Pfedelbacher am 29. März ein zweites Mal zur Urne gebeten. Dann stehen aber nur noch die Namen Ina Krone und Jens Müller auf dem Wahlschein. Sie haben mit 2179 Stimmen (Krone) und 1359 (Müller) die meisten Stimmen im ersten Wahlgang erhalten. Deshalb findet nun eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern statt. Daniel Vogelmann und Mark Dürr sind nicht mehr dabei.

Spannend wird sein, wohin die Stimmen der beiden Bewerber nun gehen, die nicht mehr auf dem Wahlzettel stehen. Mark Dürr hatte 8,4 Prozent der Stimmen geholt, Daniel Vogelmann 19,5 Prozent. Wahlberechtigt waren 7240 Bürger. Von diesem Recht haben 4991 Menschen Gebrauch gemacht. 4913 Stimmen waren gültig.

Warum gibt es eine Stichwahl in Pfedelbach?

Warum gibt es eine Stichwahl? Das hängt mit der Änderung des Kommunalwahlrechts zusammen. Davor durften bei einem zweiten Wahlgang theoretisch noch weitere Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen oder ihre Kandidatur nach dem ersten Durchgang wieder zurückziehen. Das ist seit 2024 nicht mehr erlaubt. Jetzt gilt: Die zwei Bewerber mit den meisten Stimmen treten nochmals gegeneinander an, weitere Wahlvorschläge sind dann nicht mehr erlaubt. Alle Bewerber verpflichten sich mit der Bewerbung, im Zweifel über zwei Urnengänge im Rennen zu bleiben.

Warum findet die Stichwahl in Pfedelbach am 29. März statt?

Auch wenn das Datum mit Blick auf die beginnenden Osterferien nicht ganz so geschickt ist: Die Stichwahl kann frühestens zwei, spätestens vier Wochen nach der ersten Wahl stattfinden.

Stichwahl in Pfedelbach: Was kostet die Wahl die Gemeinde?

Ronja Müller (Ordnungsamt) erklärt: „Für die Stichwahl rechnen wir mit zusätzlichen Ausgaben in Höhe von rund 10.000 Euro.“ Es wird wieder dieselbe Anzahl an Wahlhelfern benötigt. „Die Wahlvorstände werden dabei überwiegend identisch zur ersten Wahl besetzt sein.“

Stichwahl in Pfedelbach: Wer gewinnt die Abstimmung?

Bei der Stichwahl ist gewählt, wer die meisten gültigen Stimmen erhalten hat. Bei gleicher Stimmenzahlen entscheidet das Los. Wie viele Stimmen genau der Sieger braucht, lässt sich im Vorfeld nicht sagen. Es ist abhängig davon, wie viele der 7240 Wahlberechtigten noch einmal zur Urne gehen. 

Was sagt der Blick auf die Wahlanalyse?

Beide Kandidaten werden sich genau angesehen haben, wo sie die meisten Stimmen holten konnten, beziehungsweise, wo sie noch um Wähler werben müssen. Auffallend: Sowohl bei Ina Krone wie bei Jens Müller war der Anteil der Briefwähler höher als bei Vogelmann und Dürr. Vogelmann hat im Wahlbezirk Rathaus - er wohnt mit seiner Familie im Ortskern -  übrigens überdurchschnittlich viele Stimmen (30,5 Prozent) geholt. Ina Krone hat in ihrem Wohnbezirk Heuberg 47,9 Prozent geholt, in Harsberg sogar 50,2 und in Untersteinbach 46,9 Prozent. Dort lebt Mark Dürr, der dort mit 20,1 Prozent ebenfalls deutlich mehr Stimmen als im Schnitt für sich verbuchen konnte. Oberohrn holte Jens Müller 40,6 Prozent, in Windischenbach 34,1 Prozent und Oberohrn 40.6 Prozent. 

Wie bereiten sich Pfedelbacher Kandidaten auf Stichwahl vor?

Beide sind am Montag nach der Wahl zurück an ihre Arbeitsplätze in die Kämmerei von Erlenbach (Ina Krone) und die Berufsschule (Jens Müller). Beide machen aber weiter Wahlkampf und waren beispielsweise beide beim Seniorennachmittag. Ina Krone will am 21. März, 19.30 Uhr, ihr Programm im Bürgerstüble vorstellen. Und sie will Häuserwahlkampf machen und noch viele Gespräche führen. „Viel wird spontan sein“, sagt sie. Wichtig ist ihr, die Menschen zu motivieren, nochmal zur Wahl zu gehen. Jens Müller hat Begehungen in den Teilorten geplant. Auch ihm ist wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Ich will weiterhin ehrlichen Wahlkampf machen“, nennt Müller sein Ziel, der sich schon vor dem ersten Wahlgang innerlich auf die Stichwahl vorbereitet hatte.

Wahl in Pfedelbach: Wie geht es ganz praktisch weiter?

Die Wahlbenachrichtigungen behalten für die Stichwahl ihre Gültigkeit. Bei der ersten Wahl haben die Bürger im Wahllokal ihre Benachrichtigung wieder zurückerhalten. Es werden für die Stichwahl keine neuen Wahlbenachrichtigungen versendet. Sollte die Wahlbenachrichtigung nicht mehr vorliegen, kann man mit gültigem Personalausweis/Reisepass/EU-Identitätsausweis wählen. 

Stichwahl in Pfedelbach: Was Briefwähler beachten müssen

Wer bei der ersten Wahl auch für die Stichwahl Briefwahlunterlagen beantragt hat, braucht keinen neuen Antrag stellen. Die Unterlagen werden  automatisch zugestellt. Sollte zuvor kein Briefwahl-Antrag gestellt worden sein, ist ein Antrag erforderlich. 

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