Bürgermeisterwahl in Pfedelbach: Ina Krone und Jens Müller gehen in die Stichwahl
Vier gute Kandidaten, kein Ergebnis im ersten Wahlgang: Die Pfedelbacher werden am 29. März erneut zur Urne gebeten. Keiner der vier Bewerber holte im ersten Wahlgang die nötige Mehrheit von über 50 Prozent. Die beiden Bestplatzierten, Ina Krone und Jens Müller, gehen damit in die Stichwahl.
Blaskapelle und Feuerwehr stehen bereit. Dazu eine große Zahl neugieriger Menschen, die zu gern wissen würden, wer Nachfolger von Torsten Kunkel wird. Der hatte sich nach 24 Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt. Und er hätte gern am Sonntagabend den Wartenden verkündet, wer nach ihm auf dem Rathaussessel Platz nehmen wird. Allein: Es gibt noch keinen Sieger, verkündet Torsten Kunkel um 21.21 Uhr vor den vielen Menschen in der Nobelgusch.
Ina Krone und Jens Müller gehen am 29. März in die Stichwahl
Mit 68,9 Prozent lag die Wahlbeteiligung extrem hoch. Doch die 4991 abgegebenen Stimmen verteilten sich so: 8,4 Prozent holte Mark Dürr (48), der im Landratsamt arbeitet und mit Frau und Töchtern in Untersteinbach lebt. 19,5 Prozent wählten Daniel Vogelmann (40), der mit Frau und Tochter im Kernort lebt und bei der Deutschen Bahn arbeitet. 27,7 Prozent holte Jens Müller (38), der Berufsschullehrer, der mit seiner Familie in Öhringen lebt. Mit 44,3 Prozent weit vorne liegt Ina Krone (47), die Kämmerin in Erlenbach ist und mit Mann und Kindern in Buchhorn lebt.
Damit steht fest: Ina Krone und Jens Müller gehen am 29. März in die Stichwahl. Der Applaus in der gut besuchten Nobelgusch ist groß. Der Musikverein Pfedelbach, der bereits auf der Bühne Platz genommen hatte, spielt, auch wenn es keinen Sieger gibt.

Wie Bewerber mit der Anspannung umgehen
Amtsinhaber Torsten Kunkel hatte es spannend gemacht: Für 21 Uhr war die Ergebnis-Verkündung angepeilt worden. Bis 21.21 Uhr mussten die gespannten Besucher warten. Die ersten standen schon ab 20 Uhr vor der Türe der Halle. Wartezeit, die vor allem an den Nerven der Kandidaten geht. Wie eigentlich schon den gesamten Sonntag über. Den hat Daniel Vogelmann zum größten Teil bereits in der Halle verbracht: „Wie angekündigt waren wir beim Babybasar, dann kurz wählen und bei der Trauerfeier der SPD im Limespark“, ergänzt Vogelmann. Und fügt hinzu: „Schlimmer geht es eigentlich nicht mehr.“ Das war auf das Landtagswahl-Ergebnis der Landes-SPD gemünzt.
Ein bisschen schlimmer kam es am Abend für dann aber doch noch. Mark Dürr hat den Sonntag – wie so oft – auf dem Fußball-Platz verbracht. Die Pink Ladies aus Neuenstein haben gegen die Pfedelbacher gewonnen. Gegrillt wurde trotzdem.

Erwartetes Ende eines fairen Wahlkampfes
„Wir waren wählen, im Limespark, da wurden wir vom OB eingewiesen“, berichtet Jens Müller von seinem Wahlsonntag, den er zum großen Teil mit seiner Familie auf dem Spielplatz verbracht hat. Und Ina Krone? „Wir waren wählen, haben schön gefrühstückt, dann waren wir essen. Und ich habe einen Mittagsschlaf gemacht“, berichtet sie. Hat die Kandidatin etwa Nerven aus Stahl? „Nein, aber da ist die ganze Anspannung von mir abgefallen. ich habe gedacht, mehr kann ich jetzt auch nicht machen.“
Noch bis Samstag hatte Ina Krone Vollgas gegeben, war bei der Rallye, hat Gespräche geführt. Wie auch Jens Müller, der auf dem Rebenglühen die Chance genutzt hat, viele Menschen zu treffen. Auch wenn sich viele einen eindeutigen Wahlausgang herbei gesehnt hätten: Die allermeisten hatten auf die Stichwahl getippt wie Landrat Ian Schölzel, der mit Öhringens OB Patrick Wegener und Krautheims Bürgermeister Andreas Insam unter den Wartenden war. „Bei vier guten Kandidaten war das zu erwarten“, findet auch Andreas Fiedler. Jan Egly ergänzt: „Ja, das war zu erwarten. Doch es war dann enger als gedacht.“
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