Pfedelbach bekommt eine Bürgermeisterin: Ina Krone gewinnt Stichwahl 

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Ina Krone setzt sich mit 57 Prozent bei der Stichwahl durch und rund 400 Menschen feiern in der Nobelgusch mit. Wie der Wahlabend lief. 


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Von Beginn an hat Ina Krone ein starkes lokales Zeichen gesetzt, indem sie das Pfedelbacher Schloss als zentrales Element in ihr Flyer-Logo eingebaut hat. Nach 114 Tagen Wahlkampf, das hat die Buchhornerin exakt mitgezählt, entschied die 47-Jährige am Sonntagabend die Stichwahl für sich und darf Torsten Kunkel als neue Rathauschefin beerben.

Der amtierende Bürgermeister freute sich am Sonntagabend, endlich einen Wahlsieger bekanntgeben zu dürfen und trat um Punkt 19.15 Uhr auf die Bühne. Vor allem der Öhringer OB Patrick Wegener sei erleichtert, dass es einen Sieger gebe, denn: Bei gleicher Stimmenzahl der Kandidaten hätte er losen müssen, witzelt Kunkel und verkündet:  „Pfedelbach bekommt eine Bürgermeisterin.“ Ein Raunen geht durch die Nobelgusch. Rund 400 Menschen sind gekommen, um die Verkündung zu hören.

Ina Krone gewinnt Stichwahl in Pfedelbach: Hohe Wahlbeteiligung

Von 7231 Wahlberechtigten sind 3798 zur Urne gegangen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 52,5 Prozent. 57 Prozent entschieden sich für Ina Krone, Jens Müller bekam 43 Prozent der gültigen Stimmen. „Einen Achtungserfolg“ bescheinigt Kunkel dem zweiten Sieger des Abends. Ina Krone wird in der Hallenmitte von allen Seiten umarmt und tritt dann vor die Bühne, wo der Musikerverein Pfedelbach bereits in den Startlöchern steht und sich freut, nach langem Warten das Siegerständchen spielen zu können.

Neue Rathauschefin in Pfedelbach: Ina Krone wird von ihrem Mann Timo und den Kindern Anna und Tom unterstützt.
Neue Rathauschefin in Pfedelbach: Ina Krone wird von ihrem Mann Timo und den Kindern Anna und Tom unterstützt.  Foto: Jani, Stefanie

„Ich bin überwältigt für diesen großen Vertrauensvorschuss, ich zittere total“, meint Ina Krone und ist ergriffen. „Lassen Sie uns hier nun anknüpfen, ich stehe vor Ihnen mit Versprechen und keinen leeren Worten. Messen Sie mich an dem, was wir erreicht haben“, spricht sie das Publikum direkt an und hat sich schnell wieder gefangen.

Zahlreiche Gratulanten aus Politik und Verwaltung würdigen Wahlsieg von Ina Krone vor Ort

Die Schlange der Gratulanten, die Ina Krone beglückwünschen wollen, ist lang. Das Who is Who der Kommunalpolitiker ist da: Vom Landrat bis zu den Kollegen der Verwaltungsgemeinschaft.

Auch die frisch gewählte Zweiflinger Bürgermeisterin Susanne Uebel-Madenciler freut sich über weibliche Verstärkung. Die Herren nehmen die beiden Damen fürs Foto demonstrativ in die Mitte. 

Rund 400 Besucher verfolgen Wahlergebnis

Dann wird angestoßen. Von Anfang an war das Interesse an der Wahl groß. An der Sekttheke wird gerade ein frischer Karton Gläser geöffnet. „Wir haben bestimmt um die 400 Sektgläser ausgegeben“, meint eine Verwaltungsmitarbeiterin. 

Der Pfedelbacher Ulrich Eck sagt: „Wir freuen und auf eine Bürgermeisterin.“ Sein Wunsch: „Dass sie sich für die Jugendarbeit in den Vereinen einsetzt.“ Andreas Fiedler kommentiert: „Wenn man zwei solche Bewerber in der Stichwahl hat, ist das Luxus, das hätten beide gut gemacht.“ Auch Kämmerer Ralf Dobler steht in der Reihe der Gratulanten. Ob er um seinen Job bange, da Krone in Erlenbach Kämmerin ist, das wurde er in den letzten Wochen oft gefragt. Doch da kann er nur lachend den Kopf schütteln. 

Jens Müller verbessert Ergebnis deutlich

Auch im hinteren Teil des Saals gibt es eine Schlange mit Gratulanten. Jens Müller trägt die Niederlage mit Fassung und schüttelt Hände oder lässt sich auf die Schulter klopfen. Im Vergleich zum ersten Wahlgang konnte er seinen Stimmenanteil deutlich verbessern - vor allem im Teilort Oberohrn. Dort bekam Müller 67,2 Prozent. 

„Ich bin stolz auf das Ergebnis“, sagt er und fasst die letzten Monate zusammen: „Ich habe viele tolle Menschen kennenlernen dürfen, viel gelernt und Pfedelbach ist mir ans Herz gewachsen, ich sehe mich tatsächlich auch als Gewinner.“ Das klingt nicht danach, als ob es für Müller die letzte Kandidatur gewesen wäre. Er lächelt die Frage  weg und winkt ab: „Ich feiere jetzt erstmal.“ 

Nach einer knappen Stunde sind alle Gratulanten durch. Ina Krone macht jetzt Urlaub: genau einen Tag. „Dann geht es los“, sagt die zweifache Mutter in gewohnt schwungvoller Art. Einiges gibt es in Erlenbach noch zu tun, bevor sie dort ihren Schreibtisch räumt. Dann will sie sich in Pfedelbach einen Überblick verschaffen. Ganz so schnell geht es aber dort noch nicht an die Arbeit. Die Amtseinsetzung ist erst Anfang Juni. 

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