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Wie die Erweiterung des Goggenbacher Feuerwehr-Magazins aussieht

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Massive Finanzspritze für die Teilortswehr: Das neue Löschfahrzeug ist mittlerweile eingetroffen, der Anbau ans Gerätehaus soll bald kommen. Die Gemeinderäte brachten nun die Pläne auf den Weg.

von Christian Nick
So wird das modernisierte Feuerwehrhaus in rund zwei Jahren aussehen: Das sogenannte Rendering der Planer zeigt den geplanten Anbau.
Visualisierung: Architekturbüro
So wird das modernisierte Feuerwehrhaus in rund zwei Jahren aussehen: Das sogenannte Rendering der Planer zeigt den geplanten Anbau. Visualisierung: Architekturbüro  Foto: privat

Bereits seit 2015 ist klar: Das Gebäude der Goggenbacher Brandbekämpfer entspricht nicht mehr den Anforderungen der Zeit und muss ebenso aufgerüstet werden wie der Fuhrpark der örtlichen Teilortswehr. Seit 2018 laufen die Planungen für eine Erweiterung des Gerätehauses an der Brunnenstraße (wir berichteten).

Nachdem ein großer und langgehegter Wunsch der Wehr - die rund 20 freiwillige Helfer in ihren Reihen zählt und bislang lediglich über ein einziges Löschfahrzeug vom Typ "Iveco LF 8" verfügte - nun in Erfüllung gegangen ist, soll ein zweiter auch bald Wirklichkeit werden: Die Brandbekämpfer im 160-Einwohner-Teilort haben nun mittlerweile ihr neues sogenanntes Mittleres Löschfahrzeugs (MLF) erhalten, dessen Anschaffung der örtliche Gemeinderat bereits im Jahr 2020 bewilligt hatte und das die Goggenbacher Feuerwehr zukünftig noch schlagkräftiger machen soll. Allein: Besagtes Einsatzfahrzeug muss gegenwärtig noch in einer naheliegenden landwirtschaftlichen Maschinen-Halle untergestellt werden - die Kapazität im bestehenden alten Gerätehaus reicht nicht.

Umfangreiche Erneuerung

Die nun, bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme, auf den Weg gebrachte Planung für den Anbau soll diesbezüglich Abhilfe und den Kameraden von der Feuerwehr künftig ein zeitgemäßes Umfeld schaffen: Rund 650.000 Euro wird das kosten. Die konkreten Pläne: Die existierende Garage soll umgebaut und erweitert, eine zweite neu gebaut werden. Und auch die bestehenden Innenräume werden "nach neuesten Richtlinien der Feuerwehr" modernisiert, wie der verantwortliche Architekt Ralf Lauber berichtet, dessen Konzept bei der Vorstellung im Gemeinderat durchweg positive Resonanz erhielt.


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"Eine gelungene Planung", befand etwa Gerd Stier (FWV). SPD-Kollege Oliver Gaßner pflichtete bei und lobte die "einfache und überschaubare" Gestaltung. Kurzzeitige Konfusion entstand indessen, als UWG-Rat Jürgen Häckel feststellte, dass die Magazin-Erweiterung überhaupt nicht auf der kurz zuvor im Gremium präsentierten Investitions-Liste fürs laufende Haushaltsjahr auftauchte.

Einige Wortgefechte und einen Hinweis aus den Reihen der anwesenden Feuerwehrmänner später stellte sich dann letztlich heraus: Im umfangreichen Gesamt-Haushaltsplan war die Maßnahme hinterlegt, in der Übersichts-Liste jedoch vergessen worden.

Details sind noch unklar

Nachdem dies geklärt und das Scharmützel zwischen Verwaltung und Räten beendet war, konnte man sich wieder dem Neubau widmen: Eduard Karpekin (FWV) regte eine Solaranlage auf dem Dach an, um die Heizungs-Wärmepumpe - die möglicherweise eingebaut werden soll - mit Strom zu versorgen. Das habe man auch schon angedacht, antwortete Rathauschef Christoph Spieles. Denn dies könne eine Option sein. Zunächst gelte es jedoch abzuwarten, ob man für das - im Vergleich zur alternativen Gasheizung teurere - Wärmepumpen-Konzept Fördergelder akquirieren könne.

 


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