Was passiert mit dem alten Würth-Panoramahotel? Entscheidung nach zweijährigem Hin und Her steht
Der Beschluss beim Künzelsauer Weltkonzern Würth ist nun gefallen: Das sind die konkreten Pläne für das alte Panoramahotel in Waldenburg. Doch eine weitere Frage bleibt noch immer offen.

Zwei Jahre lang herrschte Ungewissheit, ob das ausrangierte alte Panoramahotel, das längst seines Innenlebens beraubt worden war, doch noch eine Zukunft in Form der – wie auch immer gearteten – Weiternutzung haben würde.
Nun sind die Würfel beim Würth-Konzern gefallen: Das Gastro-Schmuckstück mit der jahrzehntelangen Historie, das bislang noch gleicherweise geduldig wie mittlerweile optisch gewohnt neben seinem modernen und im Oktober 2018 eröffneten Nachfolger auf dem Waldenburger Bergrücken thront, wird abgerissen: Das Unternehmen Würth "plant einen Erweiterungsbau des Panoramahotels Waldenburg auf dem Grundstück des alten Panoramahotels", teilt Sprecherin Alexandra Schneid mit.
Entscheidung über altes Panoramahotel von Würth lange erwartet
Bereits vor einem Monat hatte unsere Redaktion berichtet,dass die Führungsspitze des Künzelsauer Weltkonzerns bis Ende des laufenden Monats endlich jene Entscheidung treffen werde, auf die nicht nur die Waldenburger Stadtverwaltung seit Langem gewartet hatte.

Damit endet nun das lange Hin und Her um das Gebäude: Zunächst hatte das Unternehmen 2021 bekanntgegeben, dass bald Abrissbirne und Bagger dem alten Hotel den Garaus machen sollten - nur um wenig später öffentlich unter Verweis auf Pandemie und schwierige Wirtschaftslage die Rolle rückwärts vorzunehmen. Seither war ungeklärt, wie es mit dem ortsbildprägenden Bau weitergehen solle. Zwischenzeitlich gab es Knatsch mit der Stadt Waldenburg, die vor einem Jahr auf einen raschen Beschluss drängte.
Nun bemüht sich Bürgermeister Bernd Herzog um Harmonie - und zeigt sich erleichtert: "Es ist zu begrüßen, dass die Entscheidung jetzt gefallen ist. Für uns alle ist das ein Schritt in die richtige Richtung", so der Rathauschef auf Stimme-Nachfrage.
Pläne von Würth noch unkonkret und nicht öffentlich
Wie genau jene angestrebte Vergrößerung des städtischen Gastronomie-Flaggschiffs genau aussehen soll und welcher Zeitplan angestrebt wird: Diesbezüglich hält sich die Würth-Pressestelle noch bedeckt. "Die Einreichung der Bauvoranfrage für den Erweiterungsbau erfolgt zeitnah beim Landratsamt Hohenlohekreis. Sobald ein entsprechender rechtskräftiger Bauvorbescheid vorliegt, erfolgt der Abbruch des alten Hotelgebäudes", heißt es von dort. Wann mit dem Bau des zusätzlichen Trakts begonnen werden könne, sei aktuell "noch offen", so die Sprecherin.
Etwas mehr ist indes vom Waldenburger Verwaltungschef zu erfahren, der die Details der Konzeption bereits kennt - sie aber auch noch nicht vollumfänglich ausplaudern kann und will. Denn: Erst bei der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 25. Juli, sollen die Pläne öffentlich präsentiert werden.
Was bisher über den Trakt fürs neue Hotel bekannt ist
Klar ist aber bereits: Der Neubau wird primär der Erweiterung der Betten-Kapazität des "Panos" dienen und ähnlich hoch werden. Wann wohl die Bagger anrücken? "Ich gehe davon aus, dass der alte Bau bis Jahresende weg ist", legt sich Herzog fest. Wann jedoch mit dem neuen Haus begonnen wird, kann auch er momentan nur mutmaßen. Sicher scheint: Vor Frühsommer 2024 nicht. Das Areal des abgerissenen Hotels soll bis dahin als "Multifunktionsfläche" genutzt werden.



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