Erinnerung an Corona-Pandemie: Keuchhusten-Fälle mahnen zur Wachsamkeit
Droht nach Corona womöglich eine neue Epidemie? Der massive Anstieg von Keuchhusten-Infektionen muss von Bürgern und Behörden ernst genommen werden, kommentiert unser Autor.

Es ist eine Entwicklung, die beunruhigt und zur Sorge Anlass gibt: Nicht nur im hiesigen Landkreis, sondern europaweit mehren sich die Keuchhusten-Fälle. In England etwa erkrankten von Ende Januar bis Ende März 2800 Menschen, fünf Babys starben an der Infektion.
Der massive Anstieg der Fallzahlen manifestiert sich längst auch im Hohenlohekreis. Bereits vor Wochen hatte das Gesundheitsamt auf seinen Internet-Präsenzen an die Wichtigkeit der Schutzimpfung erinnert. Die Erkrankungsfälle sind im Vergleich zu den Vorjahren exponentiell gestiegen. Die derzeitige Situation ist kein Grund zur Panik, aber zu großer Wachsamkeit.
Erinnerung an Corona: Keuchhusten fühlt sich erst wie normale Erkältung an
Wer entsprechende Symptome der Pertussis-Infektion bemerkt – die sich tückischerweise für ein bis zwei Wochen zunächst nur nach einer normalen Erkältung anfühlt – , sollte sich unbedingt das noch hinlänglich aus der Corona-Pandemie bekannte Verhalten in Erinnerung rufen, frühzeitig ärztlichen Rat suchen – und den Kontakt zu Menschen zunächst vermeiden, bis das Testergebnis vorliegt.
Vermehrte Keuchhusten-Fälle: Kinder und Säuglinge sind verwundbar
Denn beinahe jede Interaktion zwischen Erkrankten und ungeschützten Gesunden kann zu einer Ansteckung mit dem Bazillus führen. Bürger und Behörden sind gut beraten, die Lage nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Denn anders als beim Coronavirus sind Kleinkinder bei Keuchhusten die relevante Risikogruppe. Sie zu schützen, muss an erster Stelle stehen.
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