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Größter Solarpark im Hohenlohekreis: In Mulfingen starten die Planungen

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Ein Investor will 25 Hektar nahe der Gemeindegrenze zu Künzelsau beim Oberen Railhof (Mulfingen) mit Solarpanelen überbauen. Wie das Vorhaben im Detail aussieht und wie die Gemeinderäte zu dem Großprojekt stehen.

Unweit des Waldrands oberhalb des Speltbachs soll die größte PV-Anlage im Hohenlohekreis entstehen: In einer der nächsten Sitzungen soll der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst werden. 
Foto: Götz Greiner
Unweit des Waldrands oberhalb des Speltbachs soll die größte PV-Anlage im Hohenlohekreis entstehen: In einer der nächsten Sitzungen soll der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst werden. Foto: Götz Greiner  Foto: Götz Greiner

Auf einer Fläche von insgesamt 30 Hektar soll südöstlich des Weilers Oberer Railhof ein Solarpark entstehen. Das entspricht etwa dem Doppelten der Fläche der Ortschaft Buchenbach, die unterhalb des Plangebiets im Jagsttal liegt. 25 Hektar davon sollen mit Solarmodulen bebaut werden.

Damit wäre das die größte Anlage im Hohenlohekreis. Bürgermeister Robert Böhnel hat die Anfrage des Vorhabenträgers in der Juni-Sitzung des Gemeinderats vorgestellt.

Solarpark kaum einsehbar von Wohnbebauung - Bürgerbeteiligung denkbar

"Aus Mulfinger Sicht ist der Standort gut gewählt", kommentiert Böhnel: Die Anlage verschwinde in fast allen Sichtachsen aus dem Blickfeld. Sie soll auf Ackerflächen vor einem Wald - zwischen besagtem Weiler Oberer Railhof und der Speltbach-Klinge - entstehen. Eine Bürgerbeteiligung werde es wohl auch geben, kommentierte ein Gemeinderat im Plenum.

"Betroffen von der Anlage werden die Nachbarorte Wolfsölden und Büttelbronn sein", hieß es in den entsprechenden Sitzungsunterlagen. Diese gehören zu Künzelsau. Deswegen sei ein Termin zur Absprache mit Vertretern der Stadt vorgesehen.

 


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Mulfinger Gemeinderäte zeigen sich wohlwollend

Grundsätzlich haben die Mulfinger Räte eine offene Haltung zu Freiflächenphotovoltaikanlagen. Das haben sie bei der Aufstellung des Kriterienkatalogs gezeigt, in dem Richtlinien für die Anlagen aufgeschrieben sind.

Die Kommunalpolitiker zeigen sich auch bei dieser Anlage wohlwollend: "Die Größe schreckt mich nicht ab. Es ist wichtig, dass die Leute, die da wohnen, nichts dagegen haben", so Rat Martin Landwehr. Das ist offenbar der Fall. Ortsvorsteher Dieter Baumann ist befangen: Er besitze selbst ein Grundstück auf jener Fläche, das für den Solarpark verkauft würde. Er berichtet aus der Ortschaftsratssitzung: Die anfängliche Skepsis sei nach Gesprächen mit dem Investor ausgeräumt worden. "Wir haben ihm den Kriterienkatalog vorgelegt." Bis auf einen Punkt sei der erfüllt. Bei dem handelt es sich um den Abstand zur Wohnbebauung: 500 Meter sollte ein Park entfernt sein. Die Pläne sehen jedoch eine geringere Entfernung vor. "Das ist mit den Grundstückseignern abgesprochen", so Baumann.

 


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Drei Mal so groß wie eine der bislang größten Projekte im Hohenlohekreis

Die Anlage soll eine Leistung von knapp 30.000 Kilowatt Peak haben, heißt es in den Unterlagen. "Sie ist vier Mal so groß wie die am Löhleinsberg und drei Mal so groß wie die, die bei Brüchlingen entsteht", so Böhnel. Letztere wird eine der bislang größten im Kreis sein.

Die Pläne für die Anlage am Oberen Railhof stehen allerdings erst am Anfang. Ein Bebauungsplan muss in einer weiteren Sitzung des Ortsparlaments noch aufgestellt werden. Der Rat beauftragt die Verwaltung bei einer Enthaltung, das Verfahren fortzuführen. Themen in den Gesprächen mit dem Investor sollen unter anderem sein: die Rückbau-Verpflichtung sowie auch die Vorgabe, dass der Sitz der Betreibergesellschaft in Mulfingen sein soll.

 


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