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Bergbahn-Wartung
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Ärger um Ersatzverkehr in Künzelsau

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Die Künzelsauer Bergbahn wird gewartet. Zunächst sorgt ein falscher Fahrplan für Kritik, dann sind die für den Ersatzverkehr eingesetzten Busse nicht barrierefrei. Wie es zu dem Ärger in Künzelsau kam.

Schilder weisen den Weg von der Bergbahn-Station auf den Taläckern in Richtung Ersatzhaltestelle. Doch der Busverkehr lief nicht so wie geplant.
Foto: Ludwig
Schilder weisen den Weg von der Bergbahn-Station auf den Taläckern in Richtung Ersatzhaltestelle. Doch der Busverkehr lief nicht so wie geplant. Foto: Ludwig  Foto: Ludwig, Tamara

Die jährliche Wartung der Künzelsauer Bergbahn ist eigentlich eine Routineangelegenheit. Das gilt sowohl für die Fahrgäste als auch für das Team der Stadtverwaltung. Immer in den Sommerferien steht die Revision an und nimmt rund drei Wochen in Anspruch. Zwischen dem Wohngebiet Taläcker und der Kernstadt wird dann ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingesetzt. Darauf stellt man sich in Künzelsau ein.

Doch dieses Mal war etwas anders: Bereits am ersten Tag hagelte es Kritik, weil der zuvor veröffentlichte Fahrplan der Busse nicht mit dem Aushang an der Haltestelle - und der tatsächlichen Fahrzeit der Busse - übereinstimmte.

Ersatzverkehr in Künzelsau: Ärger im Rathaus und in Sozialen Netzwerken

Bei der Stadt meldeten sich zahlreiche verärgerte Bürger, wie auch in den einschlägigen Facebook-Gruppen. So wettert dort eine Userin an die Stadtverwaltung gerichtet: "Liebe Grüße der arbeitenden Bürger, die heute alle zu spät gekommen sind."


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Hinzu kommen Beschwerden, die auch der Redaktion per Mail zugegangen sind: Denn die eingesetzten Busse sind nicht barrierefrei. Außerdem könne man sich mit den offenbar ausländischen Busfahrern nicht verständigen und bei ihnen auch keine Fahrkarte erwerben, obwohl es auch an der Haltestelle keine Möglichkeit gebe, ein Ticket zu kaufen.

Bergbahn-Wartung: Günstigeres Angebot von neuem Anbieter

Im Gespräch mit der Redaktion erklärt Bergbahn-Betriebsleiter Günter Kantenwein, wie es dazu kam: "Normalerweise hat der NVH immer den Schienenersatzverkehr übernommen." Dessen Angebot sei jedoch "erheblich teurer" gewesen als in der Vergangenheit. Also habe man ein günstigeres Angebot des Unternehmens HCT Busvermietung mit Sitz in Hamburg angenommen. Dem Unternehmen habe man den Busfahrplan zugesandt, wie er jedes Jahr angewandt werde. Doch auf Seiten des HCT sei es schließlich kurzfristig nicht möglich gewesen, diesen so einzuhalten. So sei es zu einer Änderung gekommen, jedoch erst nachdem der vorgesehene Plan bereits kommuniziert war.


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"Das ist alles sehr unglücklich gelaufen", räumt Stadtsprecherin Elke Sturm ein. Dass dann noch an den letzten Schultagen mit der Wartung begonnen werden musste und nicht erst mit Ferienbeginn, habe für zusätzlichen Unmut bei einigen Eltern gesorgt. "Da hatten wir allerdings keine andere Wahl", so Sturm. Man sei auf die entsprechenden Fachfirmen und deren freie Termine angewiesen.

Ärger um nicht barrierefreie Busse 

Und was ist mit den anderen Beschwerden? "Was uns nicht klar war ist, dass HCT wiederum Subunternehmen beauftragt", so Günter Kantenwein. Das erkläre die Busse mit ausländischen Fahrern und Kennzeichen. Dass die Fahrzeuge nicht barrierefrei sind, sei ärgerlich, man habe aber mit den Fahrern gesprochen, diese seien beim Ein- und Ausstieg behilflich, wenn erforderlich. "Es fahren ja zudem auch die barrierefreien Busse des NVH auf den normalen Linien", betont Elke Sturm.

Dass die Fahrkarten nicht im Bus gelöst werden könnten, sei beim Schienenersatzverkehr üblich, da ja ein Ticket der Bergbahn gelöst wird. Das gibt es an den Bergbahn-Stationen am Automaten. Allerdings ist der Automat auf den Taläckern gut 230 Meter und etwa drei Gehminuten von der Bushaltestelle entfernt. Das ist der Verkehrsführung geschuldet, denn seit die Durchfahrt der Emil-Nolde-Straße wegen Kindergarten und Schule durch Poller gesperrt ist, kann dort der Bus nicht mehr fahren und somit auch nicht direkt vor der Bergbahn-Station halten.

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