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Zukunftspakt Sturm
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EBM-Papst-Familie spendet 500.000 Euro an Mulfingen – und mehr soll kommen

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Die Mulfinger Unternehmerfamilie Sturm zahlt stark in die Kasse der Gemeinde ein, um die Entwicklung des großen Wohnbauprojekts in Mulfingen voranzubringen. Ralf Sturm verspricht weiteres Geld.


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Standing Ovation beim Tagesordnungspunkt Spenden in der Mulfinger Gemeinderatssitzung am Mittwochabend. Hinter dem Verwaltungstisch lässt der Beamer die Worte „Zukunftspakt Sturm“ auf der Wand erstrahlen. Am Tisch sitzt auch Ralf Sturm, der Sohn des EBM-Papst-Gründers Gerhard Sturm und ehemaliger Manager im Unternehmen.

Ihm gilt der Beifall, denn er hat verkündet: Die Unternehmerfamilie spendet 500.000 Euro an die Gemeinde – „für die Zukunftsentwicklung des Wertplatzes“. Das ist das neue Wohngebiet in Mulfingen – durch das die neu entstehende Gerhard-Sturm-Straße läuft.

Der Wertplatz nach einem Modell der Stadtplaner: Hier entstehen neue Wohnhäuser und Treffpunkte in Mulfingen.
Der Wertplatz nach einem Modell der Stadtplaner: Hier entstehen neue Wohnhäuser und Treffpunkte in Mulfingen.  Foto: Privat

Halbe Million Euro für Mulfingen: Unternehmerfamilie Sturm will der Gemeinschaft danken

Weitere Spenden sollen folgen – wie es die Bezeichnung Zukunftspakt impliziert. Bürgermeister und Sturm haben im Vorhinein besprochen, wie die Spende präsentiert werde, sagt Sören Döffinger im Gespräch mit unserer Redaktion. „Wir hätten es auch Infrastrukturpakt nennen können. Der Plural ist wichtig.“

„Mein Vater hat immer sehr große Dankbarkeit empfunden“, sagt Ralf Sturm in seiner Begründung für diese und zukünftige Spenden. Die Familie habe sich schon immer sehr wohl in der Gemeinde gefühlt. Sein Vater bezeichne sich selbst als Mulfinger, „obwohl er lange ein Nagelsberger war“. Er sei der „Spiritus rector“ bei dem Pakt, auch wenn er „die Beteiligungen und Geschäfte an meine Schwester und mich übergeben“ hat, sagt Ralf Sturm nach der Sitzung im Gespräch mit unserer Redaktion. Zudem freue er sich darüber, dass er in Mulfingen aufgewachsen ist, hier seinen Freundeskreis habe und hier leben dürfe – so etwas „muss einem Unternehmer erstmal passieren“.

Keine Folge der Senkung der Gewerbesteuer

Ob die Spende mit Döffingers Idee Anfang des vergangenen Jahres zu tun hat, die Gewerbesteuer zu senken und auf direkte finanzielle Unterstützung der örtlichen Unternehmen zu setzen? Das verneinen Sturm und Döffinger beide in den Gesprächen.

Ralf Sturm (links) ist in Mulfingen aufgewachsen - und auch sein Vater Gerhard Sturm bezeichnet sich selbst als Mulfinger.
Ralf Sturm (links) ist in Mulfingen aufgewachsen - und auch sein Vater Gerhard Sturm bezeichnet sich selbst als Mulfinger.  Foto: Privat

Sturm erzählt, er habe dazu schon Worte für seine Rede vor dem Gemeinderat vorbereitet gehabt, aber sie dann doch nicht gesagt. Die Spende sei ein reines Zeichen der Dankbarkeit der Familie – und der Pakt bleibe bestehen, wenn der Hebesatz wieder angehoben werde. „Ich hoffe, dass die Firma auch die Vereine unterstützt und EBM und Mulfingen eine gute Symbiose haben.“


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Sportheim des SV Mulfingen ist das nächste Projekt

Ralf Sturm muss überlegen, aber kann im Gespräch dann nicht sagen, ob die 500.000 Euro die größte Spende ist, die die Familie jemals getätigt hat. Das nächste Projekt im Zukunftspakt stehe derweil schon fest, eine Summe will er noch nicht nennen: Der Umbau des Sportheims des SV Mulfingen. Dafür sei man schon im Kontakt mit dem Verein gewesen.

Für die Auswahl von Projekten habe Döffinger seine Ideen eingebracht. „Die Bedürfnisse der Bürger liegen da vorne dran“, sagt der Bürgermeister und betont: „Die Kür obliegt Herrn Sturm.“ Döffinger erinnert: Schon im Wahlkampf hatte er bemängelt, dass eine Gastwirtschaft in Mulfingen fehle, in der es einen Stammtisch geben könne. Das wünsche er sich für die Sportheimsgaststätte. „Da reden wir aber von einer siebenstelligen Summe.“

Dankbarkeit in Zeiten eines sparsamen Haushalts

Vor dem Tagesordnungspunkt Spenden haben die Gemeinderäte den Haushalt verabschiedet, in dem die Kämmerin Sabine Menikheim-Metzger betont hat: „Die strikte Einhaltung von Planansätzen ist im Jahr 2026 unbedingt erforderlich.“ Döffinger und Gemeinderäte bedanken sich nicht nur mit Applaus, sondern auch mit Worten.

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