Kommunikationsstil in Sachen Großkläranlage lässt zu wünschen übrig
Der Bau der Großkläranlage in der Künzelsauer Kocheraue ist hochumstritten. Doch wer das Vertrauen der Bürger will, muss besser kommunizieren und weniger Raum für Spekulationen lassen, meint unsere Autorin.
Als Zuhörer und externer Beobachter muss man sich in der jüngsten Sitzung des Abwasserzweckverbands Hohenlohe-Kochertal erneut die Frage stellen, ob die Beteiligten nichts aus der Vergangenheit gelernt haben.
Dabei geht es nicht um Fachkompetenz. Sie soll an dieser Stelle keinem abgesprochen werden. Dabei geht es auch nicht um Dinge, die man unterschiedlich bewerten kann. Es geht einzig und allein um gute Kommunikation.
Kommunikation zur umstrittenen Großkläranlage in der Kocheraue muss dringend besser werden
Der Bau dieser Großkläranlage in der schönen Kocheraue ist hochumstritten. Entsprechend kritisch achten die Bürger auf jedes Detail. Fehler der Verwaltung oder der Projektsteuerer sind da ein gefundenes Fressen. Intransparenz schürt das ohnehin große Misstrauen.
In dieser heiklen Gemengelage darf es nicht passieren, dass dem Gremium eine Kostenberechnung fehlt, die schon im September beim Landratsamt eingereicht wurde. Der Hinweis, sie werde dem Sitzungsprotokoll beigefügt, holt das Kind auch nicht wieder aus dem Brunnen. Das ist zu wenig. Zumal den Kosten ein eigener Tagesordnungspunkt gewidmet ist.
Kosten für umstrittene Großkläranlage in Künzelsauer Kocheraue steigen weiter
Womöglich ist die Kostenschätzung von 166 Millionen Euro auch aktueller als die damals eingereichte Berechnung. Gesagt hat das in der Sitzung keiner. Warum eigentlich nicht? Es ist nur ein Beispiel für diesen Kommunikationsstil, der Spekulationen zu viel Raum bietet und wenig Vertrauen schafft.
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