Probleme beim Glasfaser-Ausbau: Nicht allein die Deutschen Giganetz sind schuld

  
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Auswirkungen des Ukraine-Kriegs brachten das Modell des flächendeckenden Glasfaser-Ausbaus grundsätzlich ins Wanken. Die Region Heilbronn und der Hohenlohekreis bilden keine Ausnahme, findet unsere Autorin.


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2021 war die Stimmung fast schon euphorisch. Die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken hatte mit der Deutschen Giganetz (DGN) endlich einen Kooperationspartner an Land gezogen, der wagen sollte, wovor andere bis dahin zurückgeschreckt waren: im ländlichen Raum einen flächendeckenden, eigenwirtschaftlichen Glasfaser-Ausbau hinzukriegen. Eine Kommune nach der anderen biss an, die Vermarktung lief ordentlich, erste Spatenstiche wurden getätigt. Das schnelle Internet für alle schien greifbar.

Flächendeckender Glasfaser-Ausbau der Deutschen Giganetz stieß schnell auf Probleme

Doch ebenso schnell folgten die ersten Probleme: Subunternehmer gingen insolvent, arbeiteten schlampig oder verspätet. Und – das ist der noch viel wichtigere Punkt – das Modell als solches geriet ins Wanken. Denn was 2021 keiner wusste, ahnen oder kalkulieren konnte: Im Februar 2022 greift Russland die Ukraine an.

Ukraine-Krieg veränderte die Voraussetzungen in der Baubranche grundlegend

Die Folge: Energie und Bauen werden immer teurer, viele andere Kosten steigen unerbittlich. Die Zinspolitik nimmt eine dramatische Wende, die Inflation erklimmt neue Höhen, die Löhne ziehen nach. Was eben noch rentabel wirkt, erscheint zunehmend defizitär; was ohnehin auf Kante genäht ist, rutscht vollends ins Minus. Letzteres betrifft zuallererst die am dünnsten besiedelten Gebiete, wie den Osten unserer Region. Deshalb: Bei aller berechtigten Kritik an der DGN muss diese schwierige Gemengelage immer mit ins Kalkül gezogen werden. 

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