B19-Baustelle bei Kupferzell: Neue Brücken bald fertig – Vollsperrung im Herbst
Das nervige Nadelöhr in der Kupfersenke ist ab November beseitigt. Ab dann soll der Verkehr auf der B19 bei Kupferzell wieder normal fließen. Davor muss die Strecke allerdings eine Woche lang voll gesperrt werden.
Die B19 zwischen Gaisbach und der A6 ist die meistbefahrene Straße im Hohenlohekreis. Immer wieder staut sich der Verkehr: vor allem morgens und nachmittags. Zwei Schlüsselstellen sind die Kreuzung bei Belzhag und der Abzweig zum Gewerbepark Hohenlohe. Beide werden vierspurig ausgebaut.
B19 bei Kupferzell muss voll gesperrt werden, hier wird der Verkehr umgeleitet
Doch auch in der Kupfersenke zwischen Kupferzell und Rechbach brauchen die Fahrer viel Geduld. Seit Herbst 2023 werden dort zwei Brücken erneuert, das Tempo ist auf 30 und 50 km/h gedrosselt, eine eigens gebaute Spur umgeht die Baustelle. Für Laien dauert das schon eine halbe Ewigkeit. Nach Jahren der Verzögerungen von der Planung bis zur Umsetzung steht jetzt fest: Anfang November ist alles fertig, dann können die Brücken befahren werden. Dazu muss die B19 in den Herbstferien jedoch voll gesperrt werden: also in der letzten Oktoberwoche. Der normale Verkehr wird durch Kupferzell geführt, der Schwerverkehr großräumig umgeleitet, meldet das Landratsamt.
Zwei kaputte Brücken in der Kupfersenke: Kritik an der langen Bauzeit
Zwei kaputte Brücken müssen in der Kupfersenke erneuert werden, deren Dimensionen überschaubar sind. Warum dauert es dann so lange, bis die Bauarbeiten fertig sind? Das fragen sich viele Verkehrsteilnehmer. Auch im zuständigen Kreistagsausschuss übten die Räte Rainer Züfle (Freie Wähler) und Anton Baron (AfD) am 26. Mai deutliche Kritik an der stockenden Baustelle. Selbst die Kreisverwaltung wunderte sich, warum sich das alles so hinzieht. Landrat Ian Schölzel versprach: „Wir fragen beim Regierungspräsidium nach.“

B19 bei Kupferzell: Hohenlohekreis macht Dampf, Regierungspräsidium antwortet
Der Stimme erklärte die Verwaltung am 27. Mai auf Anfrage, in „voraussichtlich drei Wochen“ sei Näheres zu erfahren. Doch bis August, also zehn Wochen später, kam keine Nachricht an. Also fasste die Stimme erneut nach – und erhielt am 6. August von der Kreissprecherin folgende Antwort: Landrat Schölzel habe sich „in der Angelegenheit persönlich eingesetzt und nachgehakt“, also im Klartext: dem Regierungspräsidium Stuttgart (RP) wohl noch einmal Dampf gemacht.
Der Landkreis bekam dann vom RP folgende Mitteilung: „Wir beabsichtigen, die B19 mit den neuen Brückenbauwerken Anfang November wieder in Betrieb zu nehmen. Für die dafür erforderlichen Arbeiten wird in den Herbstferien die B19 voll gesperrt. Der Rückbau der Behelfsumfahrung erfolgt nach der Inbetriebnahme.“
Marode Brücken in der Kupfersenke sollten schon länger ersetzt werden
Die zwei maroden Brücken standen schon länger auf der Liste des RP. 2017 wurden sie notsaniert, davor und danach konnten sie nur teilweise befahren werden, weshalb das Tempo jahrelang auf 60 km/h gedrosselt war. Dann hieß es: Im Frühjahr 2018 seien die Planungen beendet. Ein Baustart 2019 und das Bauende in 2020 standen in Aussicht. Dann stellte sich heraus: Es wird viel komplizierter als gedacht. Also informierte das RP im Frühjahr 2022, dass die Brücken 2023 abgerissen würden. Bauzeit: 18 Monate. Tatsächlich ging es erst im Herbst 2023 richtig los – und statt November 2024 ist die Baustelle jetzt erst im November 2025 fertig.
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