Asiatische Hornisse in Hohenlohe: Warum Bürger jetzt aufmerksam sein sollten
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Die Asiatische Hornisse greift Bienenvölker an. Auch für Winzer kann das Tier problematisch werden. Die hilfreiche und geschützte heimische Hornisse gerät bei Übereifer in Gefahr. Was jetzt getan werden kann und worauf Bürger achten müssen.
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Nahrung der Asiatischen Hornisse: Weintrauben und Honigbienen
Denn die würden in diesen Tagen anfangen, ein Gründungsnest zu bauen und die Asiatische Hornisse würde sich ausbreiten, erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Seit einigen Jahren rückt die invasive Art von der französischen Grenze im Südwesten immer weiter nach Deutschland hinein. Das Nest in Dörzbach ist laut dem Melderegister des Landes das bislang am weitesten im Osten Nordwürttembergs gesichtete – Einzeltiere wurden aber schon bei Creglingen entdeckt.
Dieses Nest haben Asiatische Hornissen im vergangenen Jahr in einem Dörzbacher Garten gebaut.
Foto: Archiv/Götz Greiner
Ihre Nahrung finden die Asiatischen Hornissen zum Beispiel in anderen Insekten und Weintrauben – und werden damit auch zur Gefahr für Winzer, bemerkt der Dörzbacher Imker Friedrich Grund. Wenn all diese Nahrungsquellen gegen Ende des Jahres rar werden, „sind die Bienenstände das letzte Buffet“.
Hornissen melden
Auf der Webseite der Landesanstalt für Umwelt gibt es eine Meldeplattform für Einzeltiere und Nester der Asiatischen Hornisse: lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse. Gemeldet werden können Asiatische Hornissen auch über die App „Meine Umwelt“ des Umweltministeriums. Die Asiatische Hornisse kann nur mit Übung von der heimischen und geschützten europäischen Hornisse unterschieden werden.
Die auch Primärnester genannten Gründungsnester sind rund, etwa so groß wie ein Tennisball und haben – im Gegensatz zum Nest der europäischen Hornisse – unten nur eine kleine Öffnung. Die Königinnen bauen sie zum Beispiel in Carports, Gartenschuppen oder in Kisten für Stuhlkissen. Wenn man ein solches Nest findet, soll man es unbedingt hängen lassen – und melden, sagt Friedrich Grund.
Königinnen bekämpfen sich gegenseitig
Das hat mehrere Gründe. Zum einen gibt es Kämpfe um das Nest: Findet eine Hornissen-Königin ein bereits gebautes Gründungsnest, versucht sie es zu übernehmen. „Die Königinnen töten sich gegenseitig, man hat schon mehrere tote Königinnen unter solchen Nestern gefunden.“ Zum anderen ist es für Laien mit dem Nest der Europäischen Hornisse zu verwechseln. „Die einheimische Hornisse verdrängt die Asiatische Hornisse. Sie muss unbedingt geschützt werden.“
Sekundärnest hängt hoch oben in Bäumen
Etwa sieben Wochen lang wachsen im Gründungsnest die ersten Arbeiterinnen. Dann bleibt die Königin im Nest. „Dann wird das Nest immer größer“. Ende Mai, Anfang Juni zieht das Volk dann in das sogenannte Sekundärnest, das hoch im Baum hängt. Solche Nester werden oft erst im Herbst erkannt, wenn die Blätter fallen, „und es wird oft mit Misteln verwechselt“ – dort wachsen dann mehrere Königinnen heran, die sich über den Winter verkriechen und im nächsten Frühjahr neue Völker gründen.
Etwa so groß wie ein Tennisball und unten offen: So sieht das Gründungsnest einer Königin der Spezies Asiatische Hornisse aus.
Foto: Archiv/Schooler
Asiatische Hornisse – Vespa velutina – anlocken und beobachten
Über Locktöpfe lässt sich feststellen, ob es in der Nähe eine Königin der Asiatischen Hornisse gibt, die in der Wissenschaft Vespa velutina heißt. „Anleitungen dafür gibt es viele im Internet“, sagt Grund. Zum Beispiel auf der Seite der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim. Wichtig sei eine alkoholische Zutat, die hält Bienen ab, rät Friedrich Grund. Den Locktopf könne man zum Beispiel an einem Fenster aufstellen, „an dem man viel sitzt, zum Beispiel im Home Office“. Hornissen, die dort landen, soll man fotografieren und zur Überprüfung melden. „Man kann sie auch verfolgen und schauen, wo sie hinfliegen. Manchmal fliegen sie nur einmal ums Gebäude, wo dann ihr Nest hängt.“
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