Bei der Talk-Reihe des Theaters Heilbronn in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Region Heilbronn-Franken spricht Wolfgang Heim mit bekannten Gästen aus Medizin, Sport oder Politik.
ZDF-Wetterexpertin in Heilbronn: Der Winter wird mild, die Zukunft düster
Katja Horneffer erklärte beim ASB HEIMspiel in Heilbronn, warum milde Winter, Hitze und Klimaflüchtlinge die drängendsten Themen der Meteorologie sind.
Hoher Besuch am Donnerstag in Heilbronn: Katja Horneffer, Leiterin des Wetterteams im ZDF und Moderatorin der Wetterberichte in verschiedenen Sendungen, war beim ASB HEIMspiel zu Gast und stellte sich den Fragen von Moderator Wolfgang Heim.
Mit viel Esprit, Witz, aber auch ernsten Denkanstößen nahmen die beiden das Publikum 90 Minuten lang mit in die faszinierende Welt der Meteorologie – eine Welt, die Katja Horneffer schon als Kind neugierig machte. Sie erinnert sich noch genau an ein Buch, in dem ein Meteorologe Messgeräte mithilfe vieler bunter Luftballons in den Himmel transportierte. Dieses Bild weckte ihre kindliche Neugier und führte dazu, dass sie schon früh ihren Klassenkameraden von ihren Plänen erzählte.

ZDF-Wetterexpertin Katja Horneffer in Heilbronn: „Der Winter wird nicht sehr kalt"
So viel konnte die Wetterexpertin an diesem Abend verraten: „Der Winter wird nicht sehr kalt.“ Auch die Chancen auf weiße Weihnachten stünden schlecht. Kalte Phasen seien zwar möglich, doch insgesamt sei eher mit milden Wintermonaten zu rechnen. Schnee an Weihnachten sei mittlerweile selten geworden, da sich der Winter auf Januar und Februar verschoben habe.
Hinter einer guten Wettervorhersage stecke viel Statistik, betonte Horneffer. Gleichzeitig sei sie selbst nur ein „Staubkorn im großen Meteorologie-Universum“.
Auch der Klimawandel war ein zentrales Thema des Abends – hier wurde es stellenweise düster. „Wir werden in Zukunft mehr Katastrophenbilder sehen,“ warnte sie. Ereignisse wie die jüngsten Unwetter in Valencia könnten sich bald auch in anderen Regionen wie Sizilien oder Italien wiederholen.
Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Ski-Tourismus
Der Klimawandel werde zudem massive Auswirkungen auf den Ski-Tourismus und die Alpenlandschaft haben. Sobald der Permafrost schmilzt, könnten ganze Berge ins Rutschen geraten und bestimmte Wanderwege würden unpassierbar. Küstenstädte müssten umgesiedelt werden, da sie aufgrund des steigenden Meeresspiegels versinken. Wälder litten immer stärker unter Trockenstress.
Moderator Wolfgang Heim stellte schließlich die Frage, ob es eines Tages Kriege um Wasser geben könnte. Katja Horneffers Antwort: „Das ist zu vermuten.“
Menschheit ist in der Lage, gute Entscheidungen zu treffen
Auch die Folgen der Klimaerwärmung für den Menschen kamen zur Sprache. „Die Hitze im Sommer ist das größte Problem,“ erklärte sie. Immer mehr Menschen würden dehydrieren und an den Folgen sterben. Zudem sei mit einer Zunahme von Klimaflüchtlingen nach Europa zu rechnen.
Trotz der düsteren Aussichten erinnerte Katja Horneffer daran, dass die Menschheit in der Vergangenheit bewiesen habe, gute Entscheidungen treffen zu können. Als Beispiel nannte sie das Verbot von FCKW, das aus Spraydosen und Kühlsystemen entfernt wurde, um das Ozonloch zu schließen – eine Maßnahme, die Früchte trage. FCKW steht für Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Es handelt sich um chemische Verbindungen, die aus Kohlenstoff, Fluor und Chlor bestehen. FCKWs sind bekannt dafür, die Ozonschicht zu schädigen.
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