Wohnraum muss in Heilbronn für alle bezahlbar bleiben

  
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Dank großer Projekte wie dem Ipai werden die Immobilienpreise wohl wieder steigen. Das Augenmerk muss aber auf günstigem Wohnraum liegen, meint unser Autor. 

Fünf neue Mehrfamilienhäuser (polygon) entstehen in der Happelstraße in Heilbronn.
Fünf neue Mehrfamilienhäuser (polygon) entstehen in der Happelstraße in Heilbronn.  Foto: Seidel, Ralf

Der jüngste Immobilienmarktbericht dürfte all jene freuen, die am Traum vom Eigenheim festhalten: Die Preise in der Stadt Heilbronn gehen zurück. Allerdings sind das nur die Auswertungen fürs vergangene Jahr. Wie üblich gilt: Was am Ende tatsächlich bezahlt wird, regeln Angebot und Nachfrage ganz allein.

Baubürgermeister Andreas Ringle wirft allerdings schon einen Blick voraus und deutet an, dass die Kurve wieder nach oben gehen könnte: Auf Heilbronn kommen große Projekte zu. Wenn der KI-Park Ipai in Betrieb geht, weitere gut bezahlte Wissenschaftler über die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich in die Stadt kommen, werden sich manche Mitarbeiter und ihre Familien ein Eigenheim in der Region kaufen wollen. Und sie werden es vermutlich auch können. 

Immobilienbericht für Heilbronn: Entscheidend sind die Mieten

Darauf können aber längst nicht alle Menschen in der Region setzen. Die Verantwortlichen in den Kommunen, auch im Landkreis, müssen dafür sorgen, dass viel mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht. Keine Gemeinde darf es sich mehr leisten, Baugrundstücke höchstbietend zu verkaufen. Wer beim Boden die Hand aufhält, darf hinterher nicht schimpfen, wenn die Wohnungspreise hoch sind.

Heilbronn und die Region leben auch ab 2027 nicht allein von ITlern und Bildungscampus-Experten. Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel werden genauso benötigt wie Experten im Gesundheitswesen und Erzieher in der Kita: Auch sie müssen die Chance haben, vor Ort zu wohnen. Beim Wohnraum muss es in Heilbronn und in der Region für alle attraktive Optionen geben, egal wie gut sie verdienen. 




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